Kiew war der erste Teil des Lebens von Leonid Kapitelman und den zweiten verbrachte er in einem Leipziger Russische-Spezialitäten-Laden und zwar im dortigen Büro. Aber ein heimatliches Gefühl kam in beiden Abschnitten nicht auf, er hatte kein richtiges Zuhause gefunden. Bis sein Sohn auf die Idee kommt, mit ihm nach Israel zu reisen. Zwar hatten sie schon mehrere Ausflüge gemacht, aber die waren nicht so weitgehend, als sie in einem sächsischem Asylheim wohnten.

Man beginnt nun Kontakte zu knüpfen, Freunde,Verwandte ausfindig zu machen, um im Gelobten Land nicht allein zu sein. Als sie angekommen sind, gibt es die amüsantesten Situationen. Menschen reagieren doch ganz anders als erwartet, und für den Sohn ergibt sich auch bald die Frage, wohin er gehört. Zunächst Kontin- gentflüchtling, halber Jude, ukrainischer Paß, und in Berlin gelandet.

Dmitrij Kapitelman erzählt auf sehr warmherzige Weise über diese Begebenheiten und für mich ist es die schönste Liebeserklärung an einen Vater.

Roman
Hanser Berlin, 20,00 €

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