Lesetipp von
Eva Lorenzen
27.06.2023

Der Roman beginnt bei 8.188 Metern:
Walter besteigt seinen letzten Gipfel im Himalaya und blickt währenddessen auf
sein langes Bergsteigerleben zurück.

Als junger Student in einer Stadt in Holland trifft er zufällig auf Lenny, der in Ermangelung einer besseren Alternative jeden Tag an dem Brückenpfeiler einer Hochstrasse klettert. Schon nach seinem ersten Versuch ist Walter Feuer und Flamme und entpuppt sich als Naturtalent.
Nach einiger Zeit des Trainings suchen die beiden neue Herausforderungen, schmeißen ihr Studium und fahren nach Chamonix, um erste Erfahrungen in den Alpen zu sammeln. Von dort führt sie ihr gemeinsamer Weg als Seilschaft bis zu den Achttausendern im Himalaya.

Toine Heijmans hat ein wunderbares Buch über eine besondere Freundschaft geschrieben, über die Einsamkeit, das Hochgefühl, wenn der Gipfel erreicht ist und die Motivation und Strapazen auf dem Weg dahin.

Fast nebenbei erzählt der Autor, der auch Reisereportagen veröffentlicht, von der Geschichte des Bergsteigens, den großen Erfolgen und Tragödien, den Heldinnen und Helden der Kletterszene, dem wortwörtlichen schmalen Grat zwischen Leben und Tod.
Er erzählt aber auch von den Veränderungen die der Klimawandel mit sich bringt, in Form von Murenabgängen, dem Abschmelzen der Gletscher und Steinschlag, die das Klettern zunehmend unberechenbarer und gefährlicher machen und der Kommerzialisierung vieler Routen auf die begehrtesten Gipfel.
Ein großartiger intensiver Roman!

Und schon bald zählen wir mit:
„Eins. Zwei. Drei Schritte und ausruhen, atmen.
Eins. Zwei. Drei Schritte näher am Ziel.".......

Übersetzung: Aus dem Niederländischen von Ruth Löbner
Roman
Mairisch, 24,00 €

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