Lesetipp von
Sigrid Lemke
24.09.2024

Das Wohlbefinden der Patient:innen hat oberste Priorität in den Heilstätten Beelitz. In der Lungenklinik vor den Toren Berlins werden um 1900 Arbeiter:innen behandelt, die sich von den katastrophalen Wohn-und Arbeitsverhältnissen in Berlin erholen sollen. Dort recherchiert die aufstrebende Schriftstellerin Johanna Schellmann und lernt die Arbeiterin Anna Brenner kennen. Anna gilt als Hellseherin und Medium und hat in der Klinik eine große Anhängerschaft. Die beiden Frauen freunden sich an und Johanna schreibt ein Buch über Annas Fähigkeiten, aber die Freundschaft ist zerbrechlich.
Zu Corona-Zeiten sucht Vanessa, Urenkelin von Johanna, verzweifelt eine bezahlbare Wohnung. Da in der Stadt nichts zu finden ist, weicht sie auf das Umland aus und landet auch in Beelitz. Durch einen Zufall gelangt sie an das Manuskript ihrer Großmutter und versucht, die Geschichte von Johanna und Anna zu verstehen.Ulla Lenze hat einen prallgefüllten Roman über den Hype des Okkulten Anfang des 20. Jahrhunderts, die Schwierigkeiten von schreibenden Frauen und die sozialen Missstände geschrieben. Vom Kaiserreich bis in die Gegenwart porträtiert sie drei Frauen, die exemplarisch für Frauenleben stehen.

Roman
Klett-Cotta, 25,00 €

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