Lesetipp von
Michael Keune
09.03.2022

Twardoch, dessen Durchbruch als großartiger Autor mit „Morphin" gelang, hat nach weiteren Romanen jetzt „Demut" geschrieben. Ein Geschehen, das von Krieg handelt und ein Berlin zeigt, voller geschädigter Menschen, starken Überlebenden und auch von Umbrüchen, die ganz Europa betreffen.
Alois Pokora, der Sohn einer vielköpfigen Familie, ist der Erste mit Schulbildung, hat 1918 für sein Land gekämpft und wacht nach Verwundung in einem Berliner Krankenhaus auf.
Wieder genesen rutscht er, nach ewigen Versuchen, Fuß zu fassen, ab in eine dubiose Welt Berlins mit anders gearteten Personen, sogar bis zum Kommunismus.
Dann wird wieder gekämpft und er entkommt, kehrt nach langer Zeit zurück in seine Heimat Schlesien. Auch hier hat sich vieles verändert und auf das Treffen mit seiner großen Liebe, Agnes, folgt ein unerwartetes Ende. Ein Roman mit großer Wucht geschrieben und bestückt mit vielen politischen Fakten.

Übersetzung: Aus dem Polnischen von Olaf Kühl
Roman
Rowohlt Berlin, 25,00 €

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