
Lesetipp von
Michael Keune
18.06.2022
In einer russischen Kleinstadt verliert der fünfjährige Mikita seine Mutter.
Er wächst nun bei seinem schwulen Onkel Slawa und dessen Partner Lew auf, bei denen er eine fröhliche Kindheit genießt, bis er in die Schule kommt.
Jetzt muß Mikita lügen lernen und wird gehänselt. Er verliert seine Heiterkeit. Er wird aggressiv.
Ein wenig Trost findet er in der Freundschaft zu einem Jungen, der aus einem Waisenhaus kommt.
Queeres Leben hat es schwer in Russland. Diskriminierende Gesetze und Strafverfolgung sind dort Alltag. Der junge Moskauer Autor Mikita Franko hat seinen Debütroman dennoch über dieses heikle Thema geschrieben und dabei viel riskiert.
Das große Leid, was den Regenbogenfamilien in Russland angetan wird, liest sich wie ein Aufschrei, der hoffentlich Gehör findet!
Übersetzung: Aus dem Russischen von Maria Rajer
Roman
Hoffmann und Campe, 24,00 €