Lesetipp von
Julie Hell
22.02.2021

Wir alle haben Freunde aus Kindertagen, mit denen wir seit der Grundschule nicht mehr geredet haben, an die wir aber immer noch denken. Verwandte, die wir seit Jahren nicht gesehen haben, aber deren Nudelsalatrezept wir regelmäßig kochen. Einen ehemaligen Geliebten, dessen Pulli noch immer hinten im Schrank liegt. Gespenster unseres Alltags. Genau von diesen Gespenstern schreibt Dolly Alderton.
Nina ist 32, hat sich gerade eine renovierungsbedürftige Eigentumswohnung in London gekauft und ist noch immer auf der Suche nach dem perfekten Mann. Ihre einzige Single-Freundin empfiehlt ihr eine Dating-App, und obwohl Nina skeptisch ist, lernt sie dort bald Max kennen. Schon beim ersten Date erzählt er ihr, nur halb im Scherz, das er sie heiraten möchte und von da an sind sie unzertrennlich. Max ist cool, weiß genau was er im Leben möchte, ist ein wenig mysteriös und ein bisschen widersprüchlich. Alles im allem: sehr attraktiv. Auch äußerlich. Bei ein paar Themen schaltet er immer sofort ab. Aber das ist doch normal, oder? Schließlich hat Nina auch ein paar Themen über die sie nicht sprechen möchte. Zum Beispiel, dass ihre beste Freundin nur noch Zeit und Gedanken für ihre Kleinkinder haben. Über die Demenz ihres vorher so brillianten Vaters. Wie er immer weiter in seine eigene Realität und Vergangenheit abrutscht. Und ihre Mutter überfordert damit ist. Und plötzlich ist Max dann weg...

Ein teils tragischer Roman, der mit geschickt-brilliantem Humor erzählt, wie es ist Anfang 30 zu sein, seinen Freundinnen beim Mutter-werden zuzusehen, sich mit verrückten Nachbarn zu streiten, zu albernen Junggesellinnenabschieden zu gehen, seinen Eltern beim Älterwerden zuzuschauen und sich in der modernen Welt zu verlieben. Für alle jungen Frauen jeden Alters.

Übersetzung: Aus dem Englischen von Eva Bonné
Roman
Atlantik/Hoffmann und Campe, 22,00 €

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