Am Anfang der Geschichte sind wir fast dazu geneigt, den neunzehnjährigen Ich-Erzähler Paul gar nicht wirklich ernst zu nehmen. Zu verrückt erscheinen die Umstände!
Er liebt seine Tennispartnerin Mrs Susan Macleod. Sie ist verheiratet und fast dreißig Jahre älter als er. Das Ganze ereignet sich in den Fünfzigerjahre in einem kleinen Vorort von London.
Schnell bemerken wir aber, wie ernst es Paul mit seiner Liebe zu dieser Frau ist.
Wir erfahren im Rückblick, wie sich die beiden Liebenden kennenlernen, ihr Versteckspiel organisieren, sich schließlich auch öffentlich das Bekenntnis zueinander geben und am Ende in eine große Lebenskatastrophe schlittern.

„Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden oder weniger lieben und weniger leiden?"
Diese Frage stellt uns der britische Autor Julian Barnes, der 2016 in Hamburg den Siegfrid-Lenz-Preis erhielt und damit als herausragender europäischer Autor unserer Zeit gewürdigt wird.
Er beleuchtet in seinem Roman die Liebe in ihren vielen Facetten: von ihrer großen Beglückung bis hin zu ihren Abgründen. Dabei lässt er seinen Ich-Erzähler am Ende nicht unbedingt klüger, aber reifer werden.
Vor allem widmet sich Barnes dem großen Thema Liebe voller Ernsthaftigkeit und gibt sie trotz aller Brüche nicht auf.
Eine große Geschichte!

Übersetzung: Aus dem Englischen von Gertraude Krueger
Roman
Kiepenheuer & Witsch, 22,00 €

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