Die letzten Empfehlungen aus dem Team

Johan Bargum:
Nachsommer

Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Karl-Ludwig Wetzig
Roman, mareverlag, 18,00 €

Schieb die Schuld nicht auf deinen kleinen Bruder - so sagte die Mutter oft, wenn es um Olof ging. Die Mutter, die jetzt im Sterben liegt. Ihr langjähriger Partner Tom bittet daher die beiden Söhne, das Elternhaus aufzusuchen, um in den letzten Tagen bei ihr zu sein.
Carl reist mit seiner Familie aus den USA an. Durch seine Ankunft kommt die Vergangenheit wieder hoch. Hierbei spielt Klara, die Frau Carls, eine wichtige Rolle. Alte Rivalitäten, Träume und Versäumnisse der beiden Brüder bringen den Frieden der heimatlichen Idylle ins Wanken; der Tod der Mutter kann hier nichts schlichten. Doch Olof erkennt bald die Chance, um aus dem Schatten des Bruders zu treten. Der Bruder, dessen Karriere immer im Vordergrund stand und dessen Streben die Mutter nicht gutheißen wollte. Endlich scheint für Olof eine ausgeglichene Zeit zu beginnen. Bargum ist ein exellenter Erzähler!

Lesetipp von Michael Keune - 09.05.2018


David Walliams:
Die schlimmsten Kinder der Welt

Kinder- und Jugendbuch, Alter: ab 8 Jahre, Rowohlt, 14,99 €

David Walliams ist ein seit Jahren gefeierter Kinderbuchautor, der mit typisch britischem und beißendem Humor arbeitet.
Sein neuestes Buch behandelt ein Thema, das ihm besonders am Herzen liegt: Die schlimmsten Kinder der Welt.
Ein Buch über die nettesten, freundlichsten, bestesten und meistentzückendsten Kinder auf der ganzen weiten Welt wäre total langweilig, doch dieses Buch ist lustig, anarchisch und geradezu revolutionär. Wenn der sabbernde Sascha, die pupsende Pipa oder Heidi, die Heulsuse in Aktion treten, bleibt kein Auge trocken. Am lebenden Objekt (Sohn, 6 Jahre alt) getestet und für voll lustig befunden.

Lesetipp von Andreas Mahr - 25.04.2018


Klaus Modick:
Keyserlings Geheimnis

Roman, Kiepenheuer & Witsch, 20,00 €

In der Münchner Pinakothek hängt ein Porträt von Eduard Graf von Keyserling, welches sein Freund und Zeitgenosse Lovis Corinth um 1900 während eines gemeinsamen Aufenthalts am Starnberger See malte.
Es zeigt einen Mann von beeindruckender Häßlichkeit, wohl auch schon gezeichnet von seiner fortschreitenden Krankheit.
1855 kam Keyserling auf Schloß Paddern in Kurland, heute Lettland, zur Welt. In drei Handlungssträngen führt Klaus Modick den Leser in seinem biographischen Roman ins Baltikum, nach Wien und vor allem nach München. Hier verleben Keyserling und seine Freunde Max Halbe, Franz Wedekind und der schon erwähnte Lovis Corinth 1901 eine herrliche Sommerfrische am See. Das Zusammensein wird allerdings überschattet von einem dunklen Geheimnis aus Keyserlings Vergangenheit. Eine Affäre? Wettschulden? Oder was könnte es sein?
Vor dem geistigen Auge entstehen stimmungsvolle Bilder, die den impressionistischen Werken des portraitierten Dichters wunderbar entsprechen. Und hier liegt die große Kunst von Klaus Modicks Romanen. Wie schon in seinem Rilke und Vogeler-Portrait „Konzert ohne Dichter" fühlt sich der Leser versetzt in die Zeit dieser Künstler und genießt die zauberhafte Atmosphäre und durchaus auch deren Humor. So sitzen die Freunde am Frühstückstisch und es duftet nach Kaffee und frischen Semmeln. „Halbe läßt die Zeitung auf die Knie sinken, schmunzelt. „Hast Du etwa auch gebadet?" „Ich bade nur noch in Erinnerungen", sagt Keyserling.

Lesetipp von Nicole Christiansen - 18.04.2018


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Don Winslow: Corruption
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