Die letzten Empfehlungen aus dem Team

Kristin Hannah:
Liebe und Verderben

Übersetzung: Aus dem Amerikanischen von Gabriele Weber-Jaric
Roman, Ruetten und Loening, 22,00 €

Vor längerer Zeit habe ich an dieser Stelle den Roman von Kristin Hannah „Die Nachtigall" vorgestellt. Nun ist wieder eine spannende Familiensaga dieser Autorin erschienen. Der neue Roman umfasst eine Zeitspanne von etwa 15 Jahren und beginnt mit dem Jahr 1974. Lenis Vater kehrt nach langer Kriegsgefangenschaft als ein völlig anderer Mensch zurück. Er ist seinen Launen hilflos ausgeliefert. Leni und ihre Mutter versuchen mit der Unberechenbarkeit dieses Mannes fertig zu werden. Ein Freund des Vaters hat ihnen in Alaska ein Grundstück vermacht. Um einen Neuanfang zu versuchen, zieht die Familie dorthin. Ohne eine Ahnung davon zu haben, wie hart das Leben dort sein kann. Kein fließendes Wasser, lange Herbst- und dunkle Wintertage. Doch auch dort kann der Vater die Dämonen, die ihn verfolgen, nicht bändigen. Die Nachbarn helfen, wo sie können. Als Leni sich auch noch in den Nachbarssohn verliebt, dessen Familie dem Vater ein Dorn im Auge ist, entschließen sich die beiden zu fliehen...
Die Autorin beschreibt Alaska in starken eindrucksvollen Bildern: die wundervolle Natur, helle Sommer, dunkle Winter, aber auch das harte Leben dort.
Dieser Roman ist wieder ein großartiges Leserlebnis für lange Winterabende. Er umfasst 590 Seiten.

Lesetipp von Ingrid Fiedler - 29.12.2018


Christian Berkel:
Der Apfelbaum

Roman, Ullstein, 22,00 €

Berlin 1932. Sala und Otto verlieben sich. Er wächst in der Arbeiterklasse auf, sie in einer jüdischen Familie. Doch die Zeiten werden hart, Sala muss Deutschland verlassen. Zunächst zur Mutter nach Madrid, dann Paris und durch Verfolgung schließlich nach Auschwitz. Doch sie überlebt. Währenddessen schafft Otto sein Studium und wird Arzt. Er muß an die Front, kehrt dann 1950 in das zerstörte Berlin zurück. Nach langen Jahren finden die beiden dort wieder zueinander. Ein ergreifendes Stück Zeitgeschichte, die Christian Berkel geschrieben hat. Und er zeigt, dass zwei Menschen, so unterschiedlich sie sind, am Ende nicht ohne einander sein können. Eingefügt in diesen Roman sind Gespräche, die der Autor mit seiner alten Mutter über die Vergangenheit geführt hat.

Lesetipp von Michael Keune - 28.11.2018


Dennis Lehane:
Der Abgrund in dir

Übersetzung: Aus dem Amerikanischen von Steffen Jacobs und Peter Torberg
Roman, Diogenes, 25,00 €

Das Leben der Rachel Childs, die mit 36 Jahren ihren Mann erschießt, gliedert sich in dem Roman „Der Abgrund in dir", der sich wie ein Thriller liest, in drei Kapitel. Rachel ist drei, als der Vater die Familie verläßt und vollständig aus ihrem Leben verschwindet. Sie wird ihre Mutter später immer wieder nach seinem vollständigen Namen fragen und keine Antwort erhalten.
Nach dem plötzlichen Tod der Mutter, die niemals verheiratet war, aber ausgerechnet mit einem berühmten Eheratgeber-Buch großen Erfolg hatte, beauftragt Rachel einen Detektiv mit der Vatersuche. Im zweiten Teil des Buches arbeitet Rachel als TV-Journalistin in Krisengebieten und bricht vor laufender Kamera zusammen. Sie leidet unter Agoraphobie und kann das Haus nicht mehr verlassen. Auch ihre Ehe zerbricht. Und dann taucht der uns bereits bekannte Detektiv wieder auf, der sich rührend um Rachel kümmert und schließlich Ehemann Nr.2 wird. Happy End? Im dritten Teil nimmt die Geschichte einen überraschenden Verlauf, der hier natürlich nicht verraten wird. Dennis Lehane, der in den USA als Drehbuchautor einen großen Namen hat, weckt bei der Leserin oder beim Leser Bilder im Kopf, und am Ende finden wir den Abgrund in uns ... alles scheint möglich.

Lesetipp von Nicole Christiansen - 30.10.2018


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