Die letzten Empfehlungen aus dem Team

Gregor Sander:
Alles richtig gemacht

Roman, Penguin Verlag, 20,00 €

Alles richtig gemacht? Von wegen... Dr. Thomas Piepenburg wurde gerade von seiner Frau, samt Töchtern, verlassen und schlägt sich als Anwalt in Berlin mit einem Miethai names Iwan herum, da taucht nach Jahren Funkstille sein alter Kumpel Daniel wieder auf. Warum gerade jetzt? Und, hat es etwas mit dem Auszug seiner Familie zu tun? In Rückblenden erzählt Sander von einer Freundschaft, die schon in der Schule in Rostock begann und ohne viele Worte auskommt, von erster Verliebtheit und der großen Liebe, den Tücken der Berufswahl, dem Fall der Mauer und einer Zeit in der, besonders in Berlin, alles möglich schien. Wie beiläufig tauchen historische Ereignisse auf und er beschreibt wie sie sich auf das Leben Einzelner auswirken können. Der 1968 in Schwerin geborene Gregor Sander fängt mit seinem besonderen Ton und trockenem Humor die Stimung einer Zeit ein, in die die Leser komplett eintauchen können. Ein tolles Buch!

Lesetipp von Eva Lorenzen - 28.10.2019


Ulrich Alexander Boschwitz:
Menschen neben dem Leben

Roman. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Peter Graf, Klett-Cotta, 20,00 €

Nach der großartigen Entdeckung von „Der Reisende" hat der Verlag nun den ersten Roman von Ulrich Alexander Boschwitz herausgegeben.
Das Leben der Figuren ist hart. Es ist die Wirtschaftskrise, die sie zu Verlierern gemacht hat: Bettler, Prostituierte, Kriegsheimkehrer. Treffpunkt ist das Lokal, der „Fröhliche Waidmann". Man singt, man tanzt, man will die Sorgen vergessen bis zum nächsten Morgen, wo der Alltag wieder beginnt. Doch eines Tages nimmt das Fröhliche einen tragischen Verlauf. Der blinde Sonnenberg erfährt, dass seine Frau nicht nur mit einem anderen Mann tanzt, sondern mehr für ihn fühlt und dieser Mann, Grissmann, unterschätzt die Eifersucht des Gatten. Doch kurz danach bestimmen wieder Bier und Schnaps und neue Liebschaften den Alltag. Nicht ganz leichte Kost, dieser Roman, aber intensiv und für die Zeit treffend geschrieben.

Lesetipp von Michael Keune - 21.10.2019


Daniel Mason:
Der Wintersoldat

Aus dem Englischen von Sky Nonhoff und Judith Schwaab.
Roman, C. H. Beck , 24,- €

Wien 1914 - Lucius ist Medizinstudent aus reichem Hause, polnischer Abstammung. In der Universität ist er zwar einer der besten Studenten, aber wirklich praktische Erfahrung sammelt er wenig. Als der 1. Weltkrieg ausbricht, verspricht die Regierung allen Studenten, sie könnten sofort ihren Doktortitel bekommen, wenn sie sie sich als Arzt an die Front melden. Nach erstem Zögern, der etwas arrogante Lucius möchte ja nicht einfach nur irgendwelche Schnitte zusammennähen, sondern wahre Medizin lernen, meldet er sich doch und macht sich auf den Weg nach Polen. Das große Top-ausgerüstete Krankenhaus, das er sich vorgestellt hat, entpuppt sich als baufällige Kirche, ohne Medikamente, Technik und Ärzte, und es gibt nur eine einzige Krankenschwester, Margarete, eine etwas vorlaute Nonne. Schnell merkt Lucius, das er eigentlich gar nichts an der Universität gelernt hat, und so fängt Margarete an ihn unterrichten und bald verliebt er sich in sie.
Im Winter darauf wird ein äusserlich unverletzter, aber überhaupt nicht ansprechbarer Soldat im Schnee gefunden. Fasziniert von diesem bisher unbekannten Krankheitsbild, konzentriert Lucius sich komplett auf seine Heilung, und erzielt auch erste Erfolge. Aber dann kommt ein Patrouille und sucht nach einsatzbereiten Soldaten...

Lesetipp von Julie Hell - 15.10.2019


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