Die letzten Empfehlungen aus dem Team

Chan Ho-kei:
Das Auge von Hongkong

Übersetzung: Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Längsfeld
Kriminalroman, Atrium Verlag, 24,00 €

Hongkong: Der legendäre Ermittler Inspektor Kwan liegt im Sterben. Sein alter Schüler Sonny Lok bittet ihn in einem letzten Fall um Hilfe...
In diesem packenden Krimi um Inspektor Sonny Lok und seinen Mentor Inspektor Kwan werden dem Leser sechs Fälle in der Zeit zwischen 1967 und 2013 präsentiert. So gibt es nicht nur sechsmal Lesevergnügen, sondern wir erleben auch einen Großteil der aktuellen Geschichte dieser faszinierenden Stadt. Ein echter Krimi für alle Fans von kniffligen Fällen.

Lesetipp von Sönke Christiansen - 19.09.2018


Meg Wolitzer:
Das weibliche Prinzip

Übersetzung: Aus dem Englischen von Henning Ahrens
Roman, Dumont, 24,00 €

Der Titel klingt nach Sachbuch, aber das neue Buch von Meg Wolitzer ist ein Roman über die junge, eher schüchterne Studentin Greer Kadetzky. Sie landet auf einem mittelmäßigen College, weil ihre kifffenden Eltern es versäumen, ihren Antrag auf ein Stipendium für Yale auszufüllen. So muss sie sich von Corey trennen, ihrem Freund, der es nach Yale geschafft hat.
In Ryland begegnet sie der Frau, die ihr Leben verändern wird: Faith Frank, charismatische Mittsechzigerin, Feministin, Gründerin einer feministischen Zeitschrift und erfolgreiche Autorin. Durch die Begegnung mit Faith Frank beginnt sie, über sich nachzudenken und sich Fragen zu stellen, über Weiblichkeit und Macht und Emanzipation. Die neue Weltsicht hat auch Auswirkungen auf ihr Verhältnis zu Corey. Nach dem Studium bewirbt Greer sich bei Faith und geht nach New York um in deren Stiftung zu arbeiten. Ob sich Greers Ideale verwirklichen lassen, ob männliche und weibliche Macht das Gleiche bedeuten, das lesen Sie am besten selbst! Klug, interessant und unterhaltsam.

Lesetipp von Susanne Sießegger - 30.08.2018


Rachel Cusk:
Kudos

Übersetzung: Aus dem Englischen von Eva Bonné
Roman, Suhrkamp, 20,00 €

„Kudos" heißt nach „Outline" und „In Transit" der dritte und letzte Teil der Romantrilogie von Rachel Cusk. Faye, Schriftstellerin, macht sich in „Kudos" auf den Weg, um auf einem Schriftstellerkongress ihren neuen Roman vorzustellen. Doch nicht Faye kommt auf der Reise zu Wort, sondern die Menschen, die sie unterwegs trifft. Journalisten, Schriftstellerkollegen, Lektoren, Pressesprecher: sie alle reißen das Wort an sich, und Faye lässt sie erzählen. Es geht um weibliche Identität, Partnerschaft und Familie, Kinder und den Literaturbetrieb. Dem Erzählfluß der anderen Charaktere ausgeliefert, wird Faye so später Interviews geben oder auf einer Fernsehbühne sitzen, ohne selbst etwas zu sagen. Dennoch bleibt Faye dem Leser bei aller Gesprächsdominanz ihrer Partner nicht ganz fern.
Die Lektüre dieses besonderen Romans lässt auch den Leser in einem Zwiespalt: Man möchte nicht nur wissen, welcher Lebensgeschichte man als nächstes mit Faye lauschen wird, sondern hofft bzw. wartet auch sehnsüchtig auf den Moment, in dem Faye ihr Schweigen bricht.
Es ist vor allem die besondere Erzählweise Cusks, die wörtliche Rede, die den Leser mitnimmt und ihn von Figur zu Figur trägt. Ein ganz besonderes, psychologisch äußert kluges Buch!

Lesetipp von Dilek Arslanlar - 27.08.2018


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Markus Orths: Max
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Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore I
von Michael Keune , 31.01.2018

Ann Cleeves: Die Tote im roten Kleid
von Sigrid Lemke , 31.01.2018

Julia Korbik: Oh, Simone!
von Lisa Kurth , 03.01.2018

Axel Hacke: Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen
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Jan Seghers: Menschenfischer
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Ljudmila Ulitzkaja: Jakobsleiter
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