Jonas Lüscher, der Autor von „Frühling der Barbaren" hat ein neues Buch geschrieben. „Kraft" ist der vielschichtige Titel und zugleich der Name der Hauptfigur.
Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, erhält ein lukratives Angebot, welches ihn in die Lage versetzen könnte, sich aus seiner gescheiterten Ehe freizukaufen.
Ivan, sein alter Studienfreund aus Berlin, schickt ihm in einer Mail eine Ausschreibung, in der es um die Frage geht, warum alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Die Beiträge sollen an einem einzigen Nachmittag im Auditorium der Stanford University präsentiert werden. Dem Verfasser der preiswürdigsten Antwort winken eine Million Dollar. Das letzte Wort hat dabei der Internet-Mogul Erkner, der sich mit seiner Fragestellung an der Leibniz'schen Lösung der Theodizee über die Güte Gottes, die Freiheit der Menschen und den Ursprung des Übels orientiert.

Als Kraft seiner Ehefrau Heike erklärt, dass er vier Wochen ins Silicon Valley reisen wird, um sich vorzubereiten, antwortet diese ihm nüchtern und pragmatisch: "Geh, gewinne, bring uns das Geld nach Hause, damit wir alle wieder unsere Freiheit haben."
Und so macht er sich auf den Weg. Der Intellektuelle aus dem alten Europa, der sich auf einen Gott beruft, der in Kalifornien durch vor nichts zurückschreckender Fortschrittsoptimierung schon längst ersetzt wurde.

Als Buchhändlerin bin ich in Zeiten wie diesen besonders dankbar, Ihnen ein so gutes wie nachdenklich stimmendes Buch empfehlen zu können.

Roman
Beck, 19,95 €

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