Als ich sah, dass Per Petterson einen neuen Roman geschrieben hat, habe ich ihn mir gleich zum Lesen mitgenommen. Ich erinnerte mich, mit wie viel Interesse ich seinen 2006 erschienenen Roman "Pferde stehlen" gelesen habe. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Es ist die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Jungs, die die ersten 18 Jahre sehr intensiv befreundet sind, sich dann nach vielen Jahren wiedertreffen. Jim, der Gymnasiast, wächst bei seiner frommen Mutter wohlbehütet auf. Tommy, seine Schwester Siri und die Zwillinge wohnen bei ihrem gewalttätigen Vater, da die Mutter die Familie verlassen hat. Nachdem Tommy den prügelnden Vater mit einem Baseballschläger in die Flucht geschlagen hat, werden die Kinder auf verschiedene Familien im Ort verteilt.

Rückblickend erzählt der Autor den Werdegang von Jim und Tommy. Jim wird Bibliothekar und bekommt physische Probleme. Tommy, ein gut situierter Banker, der aber in seinem Beruf nicht glücklich ist. Beide Helden kreisen im "Leerraum des Lebens".
Per Petterson, geboren 1952 in Oslo, ist einer der bedeutendsten Schriftsteller Norwegens. Er versteht es in diesem teils düsteren Roman, Freundschaft, Einsamkeit, Alltäglichkeit und die verschlungenen Wege des Schicksals eindringlich und auf eine ungewöhnliche Art und Weise zu erzählen.

Übersetzung: Ina Kronenberger
Roman
Hanser, 19,90 €

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