Lesetipp von
Eva Lorenzen
17.04.2019

Auf den ersten Blick haben Heidi und Georg so gar nichts gemeinsam, wäre da nicht Tochter Lotte, die aus ihrer Kurzbeziehung während einer Fortbildung in Wien entstanden ist.
Und nun ist Lotte verschwunden. Die junge Studentin hat eine drogeninduzierte Psychose und ist ohne Einnahme ihrer Medikamente unberechenbar und selbstgefährdend. Voller Sorge brechen die Eltern auf, um Lotte zu suchen. Die ängsliche Heidi aus ihrer scheinbaren Kleinstadtidylle bei Frankfurt und Georg, der mit Frau, Mutter und drei Kindern den familieneigenen Gasthof in Österreich betreibt. Ihr Weg führt sie über Vietnam nach Kambodscha, mit Motorrollern, Booten und Taxen.
Doris Knecht, die schon mit „Wald" ein grandioses Buch über eine Frau in einer Extremsituation veröffentlicht hat, beschreibt in „weg", wie zwei Menschen innere und äußere Grenzen überwinden, sich Lebenslügen stellen müssen und wie sehr Familie einerseits großes Glück, Kraft und Mut freisetzen kann und andererseits zu hohe Erwartungen und Verantwortung blockierend wirken können.
Ein facettenreicher Roman, unbedingt lesenswert!

Roman
Rowohlt Berlin, 22,- €

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