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Cora arbeitet im Supermarkt an der Fleischtheke. Ihr Alltag verläuft in immer gleichen
Bahnen, das Vergehen der Zeit ist nur an den Wiederholungen des Supermarkt-Radios zu
erkennen. Dann erfährt sie von der Verhaftung Olympias. Olympia, die seit Jahren wegen
Mordes gesucht wurde. Olympia ihrer Jugendfreundin, mit der sie noch immer das ORCA
Tattoo auf ihrer Hand teilt.
Aber was ist damals wirklich passiert?
Ein zufälliges Treffen der beiden Mädchen im Sommer während der Pandemie und eine
Freundschaft aus Kindheitstagen lebt wieder auf. Während Cora mithilfe eines Stipendiums
auf eine teure Privatschule gehen kann, hütet Olympia nach ihrem Schulabschluss ein Haus
im Villenviertel der Stadt. Dort verbringen die beiden Mädchen ihre Sommer-Nachmittage
und Cora fühlt sich zum ersten Mal seit langem nicht mehr allein.
Als Elson, der Besitzer des Hauses, gemeinsam mit einer Gruppe von Umweltaktivisten in
sein Haus zurückkehrt, scheint es erst, als hätten die beiden ihre Zuflucht verloren. Doch
Olympia findet Anschluss bei der neuen Gruppe, insbesondere bei der Aktivistin Ariel und
auch Cora verbringt weiterhin Zeit im Haus. Doch sie hat zunehmend Schwierigkeiten ihren
Alltag an der Privatschule, wo sie von den reichen Kids abgelehnt wird, mit ihrer Zeit bei den
Aktivisten, wo sie sich ebenfalls als Außenseiterin fühlt, zu vereinbaren. Getrieben von dem
Gefühl, sich beweisen zu müssen und aus Angst, Olympia zu verlieren, beginnt sie eine
Kette von Ereignissen, die zu einer immer größer werdenden Eskalation führt.
Bildgewaltig und mit viel Liebe fürs Detail erzählt Franziska Gänslers Roman von
Aktivismus, der in Radikalität umschlägt, der Anziehungskraft von Gewalt und davon, wie
der überwältigende Wunsch nach Zugehörigkeit Menschen dazu bringen kann, sich
gegenseitig zu zerstören.
Roman
Kein und Aber Verlag, 25,00 €
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