Letzte Kunden-Lesetipps

Sylvia Wage: Grund

Sylvia Wage hat mit ihrem Debütroman "Grund" den Blogbuster-Preis 2020 gewonnen. Das jetzt bei Eichborn erschienene Buch erzählt auf raffinierte Weise die Geschichte eines elfjährigen Kindes, das im Keller seines Elternhauses eigenhändig einen Brunnen gräbt und nach Vollendung der Bauarbeiten den herrschsüchtigen Vater hineinstößt. Dort lebt der Mann dann noch ungefähr zwanzig Jahre lang – zuverlässig versorgt von seinem Kind und unbemerkt vom Rest der Familie sowie der gesamten Nachbarschaft. Als er nach ca. zwanzig Jahren im Kellerloch stirbt, ruft das Kind (mittlerweile natürlich erwachsen) seine Schwestern an, um sich über die Entsorgung der Leiche zu beraten … „Grund“ ist eine irrwitzige Geschichte um ein streng gehütetes Familiengeheimnis. Raffiniert komponiert mit Rückblenden ins Familienleben und klugen Reflexionen auf den Erzählvorgang selbst, mindestens doppelbödig, teils drastisch, oft urkomisch - und unfassbar gut geschrieben. Garantiert keine Zeile langweilig!

Roman Eichborn

Lesetipp von Jutta Nickel - 05.10.2021


Isabelle Autissier: Klara vergessen

Nach etwa 30 Jahren als Wissenschaftler in den USA kehrt Juri nach Murmansk/Russland zurück: in eine Welt, die ihm fremd geworden ist. Grund für seine Rückkehr ist der kranke und alte Vater Rubin. Dieser hat noch einen dringlichen Wunsch: Er will erfahren, was mit seiner Mutter Klara passiert ist – denn sie verschwand, als er noch ein Kind war. Ihr Schicksal wurde in der Familie totgeschwiegen und prägte doch mehrere Generationen. Sprachgewaltig erzählt Isabelle Autissier anhand dieser Familie von der neueren russischen Geschichte, wobei die Figuren vieldimensional und authentisch angelegt sind, wie insbesondere an Rubin deutlich wird, unter dessen psychischen Beschädigungen auch Juri in seiner Kindheit zu leiden hatte. Der Roman lässt Machtstrukturen und die verschiedenen Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen deutlich werden – und ist zu jeder Zeit fesselnde Lektüre.

Roman Mare

Lesetipp von Anke Schild - 02.01.2021


Felicitas Korn: DREI LEBEN LANG

Felicitas Korns Debütroman »Drei Leben lang« ein anrührender, rasant erzählter Roman, der drei Leben, drei Schicksale gekonnt miteinander verwebt. Es geht um die großen Themen, nicht nur der aktuellen Zeit: Geborgenheit, Sicherheit und die Frage, was gibt uns Halt? Temporeich und spannend erzählt, fiebert man dem Ende und der Auflösung der Geschichten entgegen. Ein Buch, das auch in diesen schwierigen Zeiten die eigene Haltung zur Welt hinterfragt und wichtige Antworten gibt.

Roman Kampa Verlag

Lesetipp von peder w.strux - 07.09.2020


Kunden-Lesetipps

Derek Landy: Skulduggery Pleasent

Von allen Skulduggery Pleasent teilen war dieser, wenn man alle Teile zuvor gelesen mit Abstand der beste. Er ist äußerst spannend, es kommen unerwartete stellen und Wendungen, es entscheidet sich viel und er ist lustig. Stefanie und Skulduggery gehen zusammen ein bisschen die Welt retten
und probieren Walküre zurück zu bekommen. Doch Darquise ist kein leichter Gegner...!

Emily Lockhart: Solange wir lügen

Dieses Buch ist eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich war Anfangs etwas skeptisch wegen des Covers und dem "Text" auf der Buchrückseite, der sehr kurz und wie ich fand ziemlich schwach und nichstsagend war. Es klang für mich wie etwas, das man schon tausend mal gelesen hat. Ich habe dann einmal reingelesen und war schon von der ersten Seite (nicht übertrieben) vom Schreibstil begeistert und von der Geschichte auch. Ich war sehr erstaunt das diese Art von Geschichte (Privatinsel, geheimnisumwobene Familie,schreckliches, dunkles Geiheimnis, verlorene Erinnerungen und zwischendurch noch eine Liebesgeschichte) so cool geschrieben, spannend und irgendwie ganz anders sein kann. Ich empfehle dieses Buch jedem weiter der gerne kluge, spannende, anspruchsvollere und gut geschriebene Romane mag.

Emily Lockhart: Solange wir lügen

Dieses Buch ist eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich war Anfangs etwas skeptisch wegen des Covers und dem "Text" auf der Buchrückseite, der sehr kurz und wie ich fand ziemlich schwach und nichstsagend war. Es klang für mich wie etwas, das man schon tausend mal gelesen hat. Ich habe dann einmal reingelesen und war schon von der ersten Seite (nicht übertrieben) vom Schreibstil begeistert und von der Geschichte auch. Ich war sehr erstaunt das diese Art von Geschichte (Privatinsel, geheimnisumwobene Familie,schreckliches, dunkles Geiheimnis, verlorene Erinnerungen und zwischendurch noch eine Liebesgeschichte) so cool geschrieben, spannend und irgendwie ganz anders sein kann. Ich empfehle dieses Buch jedem weiter der gerne kluge, spannende, anspruchsvollere und gut geschriebene Romane mag.

Christoph Poschenrieder: Mauersegler

5 Freunde Gründen am Ende des Lebens eine WG. Wer sagt,dass man die letzten Seiten im Buch des Lebens alleine aufblättern muss. Eine interessante Geschichte .Man schmunzelt über manche Szenen, vieles stimmt nachdenklich und macht traurig. Trotzdem ein tolles, tiefsinniges Buch,macht Lust auf mehr von Poschenrieder zu lesen.

Miranda July: Der Erste Fiese Typ

Verlogen. Der Klappentext ebenso wie die Heldin, die sich ihre Identität borgt, in dem sie intrigiert und ihre Umgebung manipuliert, ohne sich für ihr Handeln zu verantworten. Ihre Geschwätzigkeit trügt, sie lebt nicht ihr Leben, sondern das der anderen. Scheinbar altruistisch sehnt sie sich nach Beziehungen, die sie selbst gar nicht führen kann. Sie liebt Philipp, der mit der Tochter ihres Chefs ein Kind zeugt, das von quasi als Leihgabe ausgetragen zur Adoption freigegeben wird, um dem geliebten Philipp dann zu zeigen, wie überflüssig er ist.
Gruselig oder um es auf Neuhamburgisch zu sagen: Geht´s noch?

Van der Kwast Ernest: Fünf Viertelstunden bis zum Meer

Über die Zeit in der Liebe. Sie liebt mich – sie liebt mich nicht. Am Strand Apuliens verliebt sich Ezio in die tollkühne Giovanna. Kaum hat er ihr seine Liebe gestanden, ist er auch schon enttäuscht, nicht so schnell und nicht so stürmisch wiedergeliebt zu werden. Er kennt nur sein Verlangen und weiß nicht, daß auch Liebe Zeit braucht und wachsen muß. So verläßt er seine Heimat und geht als Apfelpflücker nach Südtirol - bis eines Tages ein Brief eintrifft.
Ein kleines kostbares Buch.

Jocelyne Saucier: Ein Leben mehr

Ein wunderbares Buch. Über die Liebe, Über das Alter. Über das Leben. Über den Wald. Über Waldbrände, den Tod und das Leben.
Eine 82-jährige, schwer psychiatrisierte Frau dringt in eine zufriedene Männergemeinschaft ein;
eine Fotografin folgt den Spuren des großen kanadische Waldbrandes und entdeckt, wie Traumatisierungen gelebt werden können.
Spannend, bewegend und Empathie fordernd.

Jasper Fforde: Die letzte Drachentöterin

Die 15 jährige Waise Jennifer Strange ist die Leiterin des Zauberervermittlungs Unternehmens Kazam, eines der letzten in den "Ununited Kindoms", bei dem ganz normale Tätigkeiten wie Kabel verlegen oder Pizza ausliefern mit Magie erledigt werden. Leider laufen die Geschäfte nicht sonderlich gut, da die Magie immer mehr abnimmt. Manche Glauben, dass dies mit den Drachen zusammen hängt, und nun soll auch noch der letzte von ihnen getötet werden. Und zwar von Jennifer.
Die letzte Drachentöterin ist ein spannendes, witziges und vor allem ein fantasievolles Buch, das in einer abgedrehten Welt, die eine Mischung aus Mittelalter und Moderne ist, spielt.

Esme Lammers: Lang lebe die Königin

Die achtjährige Sara lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Großvater in einem kleinen Ort in Holland. Von ihrem Vater weiß sie nur, das er in Südafrika lebt. Dann entdeckt sie ein wunderschönes altes Schachspiel und sie weiß: Sie will Schachspielen lernen. Doch weder ihre Mutter noch ihr Lehrer wollen ihr helfen. Ihre Mutter mag Schachspielen nicht und ihr Lehrer meint, es sei viel zu schwer für sie und sie müsse erst bessere Noten schreiben. Einzig ihr Schulfreund Victor und dessen Vater, dem das Schachspiel gehört, glauben an sie. Und natürlich die weiße Königin. Denn in Saras Hand erwachen die Figuren zum Leben und mit ihnen zusammen erfindet sie das Schachspiel noch einmal. Denn Sara hat einen Wunsch: Sie möchte auf einem Simultanturnier gegen den berühmten Schachspieler Bob Hooke spielen, nicht nur um allen zu beweisen, dass Schachpielen keine Frage von guten Noten ist, sondern auch um mehr über ihren Vater heraus zu finden...

Ein wunderschönes, lebendig erzähltes Buch das einfach in jedes Kinderbuchregal gehört.
Mein absolut unangefochtenes Lieblingskinderbuch, das ich immer noch gerne wieder hervorhole!!!
Ab acht Jahren.

John Corey Whaley: Das zweite Leben des Travis Coates

"Es heißt, man stirbt nur einmal.
Dem muss ich widersprechen."
Travis hätte nie gedacht, dass diese absurde und völlig verrückte Idee Realität werden könnte. Sein Kopf wurde eingefroren und er hat einen neuen Körper bekommen. Damit muss er erstmal klarkommen. Doch vor allem, muss er aufhören, in der Vergangenheit zu leben. Seine Freundin dazu bringen, sich ein zweites mal in ihn zu verlieben. Und seinen schwulen besten Freund davon zu überzeugen, dass man zu sich selbst stehen sollte. Dieses Buch ist witzig und traurig zugleich. Es sagt uns, dass es egal ist, wer wir waren und eigentlich nur darauf ankommt, wer wir sein wollen. Travis cooler Humor, sein lustiger neuer Freund Hatton und der großartige Erzählstil machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem...
VORSICHT SUCHTGEFAHR

Julian Barnes: Lebensstufen

„Jede Liebesgeschichte ist eine potenzielle Leidensgeschichte. Wenn nicht gleich, dann später. Wenn nicht für den einen, dann für den anderen. Manchmal auch für beide.“ Das Zitat findet sich im zweiten von drei Essays des kleinen Bändchens von Julian Barnes. Beschreibt der erste „Die Sünde der Höhe“ die Abenteuer der ersten Ballon-Pioniere im 19. Jahrhundert, leichte, komische und aufregende Geschichten, die zweite „Auf ebenen Bahnen“ die Affäre von einem dieser Abenteurer mit dem exzentrischen Schauspiel-Star Sarah Bernhardt, geht es im dritten Teil „Der Verlust der Tiefe“ um den Tod von Pat Kavanagh, der Frau des Autors. Radikal ehrlich, anrührend, aber analytisch glasklar und absolut unsentimental beschreibt Barnes hier die Zeit nach dem Verlust des geliebten Menschen, die – meist als unangemessen empfundenen – Reaktionen der Freunde auf seine Trauer und seine Versuche, den Schmerz über den Verlust in das eigene Leben zu integrieren. So kreisen die Gedanken in diesem letzten Teil nicht eigentlich um den Tod, sondern um die Liebe, die mit dem Tod nicht endet.

Kirsten Fuchs: Mädchenmeute

Acht Mädchen sind in den Sommerferien mehr oder weniger freiwillig zu einem Überlebenscamp angemeldet. Schon als sie von der Campleiterin abgeholt und zu einem recht abgewrackten Gelände mit verwahrlosten Gebäuden eines früheren DDR-Jugendlagers gebracht werden, merken sie schnell, dass etwas nicht stimmt: Der Busfahrer verschwindet, die Leiterin zunächst auch... Schon bald beschließen die Mädchen, das Überlebenstraining in die eigenen Hände zu nehmen. Ein wunderbares Buch!

Karen Köhler: Wir haben Raketen geangelt

Ein Tabubruch. Ein schwermütiges und mutiges Buch. Eine junge Frau, die Ich-Erzählerin, kommt mit dem Leben nicht wirklich zurecht. Sie ist nicht wirklich anwesend und stolpert von einer skurilen Begegnung zur nächsten. Geschichten die eindrucksvoll erzählt sind und den Leser immer wieder fragen lassen, warum dies Leben nicht funktioniert und ob man ihre Entscheidung respektieren kann.

Bernd B. Badura: Werke eines großen Meisters

"Werke eines großen Meisters" lautet der Titel des Buchs, das Schapo Klack zu Beginn der Geschichte in den Händen hält, die mich in den letzen Monaten so oft verzaubert hat. Doch leider hat der Bibliothekar der Traumwelt nicht viel Zeit, in das Buch hinein zu schauen, denn gerade, als er es entdeckt, tritt Morpheus, der Herr der Traumwelt an ihn heran, mit einem Auftrag, der auf keinen Fall warten kann. Er muss in die Welt der Realität reisen, um die Träume der Menschen zu retten. Doch was Schapo Klack dort erwartet, hat er bis dahin nur in seinen geliebten Büchern erlebt.

Dave Eggers: Der Circle

Mae Holland ist froh, glücklich und dankbar nach dem Studium ein Stelle in einem großen Internetkonzern zu erhalten. Gleich am ersten Tag fühlt sie sich angenommen und akzeptiert. Sie lernt schnell, lernt vor allem darauf zu achten, genug Follower zu bekommen. Und doch überkommt sie, wenn Schwierigkeiten auftreten, immer wieder die Angst, den Ansprüchen der Kollegen nicht entsprechen zu können und vor allem, ihre Förderer zu enttäuschen.
Immer mehr wird an dem sozialen Netzwerkgewebt, nur im Interesse der Firmenmitglieder und der Follower, die es nicht zu enttäuschen gilt. Macht die totale Kontrolle glücklich? Gibt es ein Recht auf eigene Fehler und eigene Dummheiten? Das Internet – ein Segen oder ein Fluch?
Gewinnen wir unser Leben erst wieder zurück, wenn wir auf ein Leben im Netz verzichten?

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