Ein erfolgreicher New-Yorker Anwalt, verheiratet, eine Tochter, leidet unter dem Zwang zu wandern. Ohne Vorwarnung, in einer beliebigen Situation, gehen seine Beine los und er kann nichts dagegen tun. Neben den abenteuerlichen Situationen, in die er gerät, den Gefahren für seine Gesundheit, den Ängsten, die seine Frau ausstehen muss, und den Chancen, die sich auf einmal für seine Konkurrenten in der Kanzlei eröffnen, ist die alles entscheidende Frage für Tim: Wenn es keine medizinische Hilfe gibt, wird er es schaffen, seine Krankheit zu überwinden? Oder wird er einen Weg finden müssen, mit ihr zu leben? Das herauszufinden führt ihn in für uns kaum vorstellbare Bereiche der menschlichen Existenz.

Joshua Ferris lässt unausgesprochen, worüber der Leser auch nach der Lektüre noch nachdenken wird: Was hat Tims Schicksal mit unserer Gesellschaft zu tun, mit unserer Art zu leben? Halsen wir uns so viele Pflichten auf, bis wir nur noch weglaufen möchten? Ist es ein Zufall, dass das Wandern wieder so in Mode ist? Leben wir in einer vergeistlichten Welt, in der der Körper zum Diener degradiert ist, der tadellos zu funktionieren aber keine eigenen Bedürfnisse zu haben hat? Sind die Ziele, nach denen wir streben, diese Anstrengung überhaupt wert?

Übersetzung: Marcus Ingendaay
Roman
Luchterhand Literaturverlag, 19,99 €

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