Lesetipp von
Sigrid Lemke
25.03.2022

Pauline de Bok ist Niederländerin mit einem Zweitwohnsitz in Mecklenburg mitten auf dem Land. Genauer: in Blankow am Mürzinsee (das sind fiktive Ortsnamen, aber beim Lesen des Buches hat man immer wieder das Bedürfnis, auf der Karte nachzuschauen, wo wir uns gerade befinden).

De Bok beschreibt 18 Monate in der Natur auf ihrem Hof. Der Tümpel in ihrem Garten trocknet aus – ist das eine Folge des Klimawandels? Welche Auswirkungen auf die Biodiversität in ihrem Biotop hat das? Sie beobachtet jedes Tier, zum Beispiel Frösche, Mäuse, Wildschweine und Waschbären. Sie belauscht Hirsche, Kraniche und Spatzen und bringt uns mit ihren Beobachtungen das „Landleben" näher.

Aber Pauline de Bok beschreibt auch nüchtern das ewige Dilemma, die Natur zu schützen, ohne zu sehr in den Kreislauf einzugreifen. Sie erzählt vom Fressen und gefressen werden und ihren Gedanken beim Töten eines Waschbären.

Wie schon in ihrem ersten Buch „Blankow oder das Verlangen nach Heimat" schafft es de Bok, die LeserInnen zu fesseln und ihnen die Wahrnehmung der Natur näher zu bringen.

Übersetzung: Aus dem Niederländischen von Gerd Busse
Sachbuch
C. H. Beck, 24,00 €

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