
Lesetipp von
Sigrid Lemke
20.06.2021
Emmi wird 1907 auf einer kargen Nordseeinsel geboren, die Familie ist arm und als der Vater in den Krieg eingezogen wird, darf Emmi nicht mehr zur Schule gehen. Ihre Arbeitskraft wird auf dem Hof gebraucht. Die Eltern sterben früh und als 13-Jährige wird sie nach Berlin geschickt, als Dienstmädchen einer reichen Familie. Dort lernt sie Hauke kennen, der eigentlich ein reiches Mädchen heiraten soll. Hauke zeigt ihr sein Berlin, geht mit in ihr ins Theater und bringt ihr nicht nur das Schwimmen bei. Als Emmi schwanger wird, heiraten die beiden und bekommen drei Kinder.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Emmi früh Witwe und führt ein selbstbestimmtes Leben.
Mitte der Neunziger Jahre beschließen ihre älteren Kinder, Emmis Keller aufzuräumen. Dort finden sie Unterlagen, die den Schluss nahelegen, dass Emmi Eigentümerin von einem Grundstück in Potsdam sei. Aber wie soll ihr einfache Mutter zu so einem Besitz kommen?
Manuela Golz sagt, dass ihre Großmutter Emmi sie zu diesem Roman inspiriert habe. Die Emmi in diesem Buch ist eine starke, sture und sehr liebenswürdige Frau, die ihr Schicksal mit Humor und Würde trägt. Und Manuela Golz ist ein wunderbarer Familienroman mit Spannung, Gefühl und Witz gelungen. Genau das Richtige für einen Nachmittag im Strandkorb.!
Roman
Dumont, 22,00 €