Ein ganz und gar mitreißender, viel beachteter und viel besprochener Roman ist „Patria" von Fernando Aramburu.
Miren und Bittori waren einst Freundinnen, die nichts und niemand trennen konnte. Doch dann fiel Bittoris Mann einem ETA-Anschlag zum Opfer - Mirens Sohn hatte sich seinerzeit der Untergrundorganisation angeschlossen und sitzt nun im Gefängnis.
Die Freundinnen entzweien sich darüber und gehen sich seitdem aus dem Weg. Das ganze Dorf wendet sich gegen Bittori und ihre Kinder, aber nun sind Bittoris Kinder lange aus dem Haus und sie möchte zurück in ihr Dorf, möchte zurück in ihre Heimat. Die Konfrontation mit ihrer ehemals besten Freundin Miren ist unvermeidlich.
Die Geschichte von Bittori, Miren und ihren Familien bringt uns die Geschichte des Baskenlandes und der ETA so nahe, wie es nur guter Literatur möglich ist. Die Sprache ist gewaltig und emotional. Ein wahnsinnig berührender Roman, der Fragen nach Heimat und Herkunft aufwirft und die Themen Freundschaft und Loyalität unter die Lupe nimmt und sicher lange nachwirkt. Ich denke noch viel an Bittori und Miren.

Übersetzung: Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen
Roman
Rowohlt, 25,00 €

Bahrenfelder Str. 79, 22765 Hamburg
040 390 20 72
ed.nesnaitsirhc-gnuldnahhcub@ofni

Öffnungszeiten
Montag - Freitag 10.00 Uhr - 20.00 Uhr
Sonnabend 10.00 Uhr - 19.00 Uhr