Der Journalist und Autor Alexandros Stefanidis erzählt die Geschichte seiner Familie, Ort der Handlung ist fast ausschließlich deren griechisches Restaurant. Es beginnt damit, wie sein Vater Christo in den Sechzigern als „Gastarbeiter“ nach Deutschland kommt. Wie er eine Familie gründet und als erster Grieche der Stadt ein Restaurant eröffnet. Die Stadt ist Karlsruhe und das Restaurant liegt unweit des Bundesgerichtshofes. Hier kommen Richter und Politiker zum Mittagessen, die Grünen feiern ihre Gründung, Gregor Gysi lässt sich mit dem Wirt auf Diskussionen ein. Viele Stammgäste gehören bald zur Familie. Es ist die Geschichte dieser Familie und auch der Bundesrepublik der letzten fünfzig Jahre. Von der Angst vor Fremden in den Sechzigern über die  Siebziger, in denen es schick wurde, aus Solidarität griechisch essen zu gehen. In den Achtzigern war es dann wieder salonfähig, über ein „Ausländerproblem“ zu sprechen, während man Gyros mit Zaziki isst...

Das liest sich flüssig und unterhaltsam, wir durchleben die verschiedenen Ausprägungen der deutschen Mentalität und die verschiedenen politischen Haltungen unserer jüngsten Vergangenheit. Im Hinblick auf gewisse aktuelle Debatten kann das sehr heilsam sein.

Sachbuch
Fischer Taschenbuch, 8,95 €

Bahrenfelder Str. 79, 22765 Hamburg
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Sonnabend 10.00 Uhr - 19.00 Uhr