Leonardo ist ein ehemaliger Schriftsteller und Professor, der seine Lebensmitte auf einem Weingut und in der Welt seiner Bibliothek verbringt. Er nimmt ziemlich gelassen zur Kenntnis, dass er keine Möglichkeit hat, sich gegen offensichtlichen Diebstahl zu wehren, dass die Lebensmittel im Ort immer knapper werden, dass seine Bank ihm sein Geld nicht auszahlen kann. Er glaubt, die Dinge werden sich wieder anders entwickeln.

Wir befinden uns etwa im Jahr 2040, Italien befand oder befindet sich im Krieg, die Wirtschaft ist zusammengebrochen, die Regierung weitgehend handlungsunfähig. Immer mehr Menschen versuchen, nach Frankreich oder in die Schweiz zu gelangen.

Als Leonardos Exfrau ihm ihre beiden Kinder anvertraut und auch nach Monaten nicht zurückkehrt, entschließt auch er sich zur Flucht. Es folgt eine unglaubliche Odyssee durch ein verlassenes Land, in dem das Recht des Stärkeren regiert.

Davide Longo hat eine glaubwürdige Männerfigur geschaffen, die feststellen muss, für den Überlebenskampf untauglich zu sein, und doch so wie sie ist besteht. Auch wenn in diesem Buch viel grausiges geschieht, spielt das Licht eine große Rolle. Barbara Kleiner hat es taktvoll ins Deutsche übertragen. Es gibt kein Wort zuviel.

Übersetzung: Barbara Kleiner
Roman
Rowohlt, 24,95 €

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