Lesetipp von
Nicole Christiansen
10.08.2021

Der Autor gilt als (Welt-) Reisender unter den deutschen Schriftstellern und so ist es erwartbar, daß sein jüngstes Buch eingebettet ist in die zauberhafte Landschaft Afrikas, in die Schilderung von unbekannten Pflanzen, Düften, Märkten, Bars, Geräuschen und vor allem von den Menschen, die dem Hans aus dem Roman auf seiner zweiten Afrika-Tour begegnen.
Hans ist der brave verstandesmäßig handelnde Schriftsteller aus Hamburg. Er trifft unverhofft im Krater des Kilimandscharo auf Tscharli, ein bayrisches Ungestüm. Dieser verhält sich politisch völlig unkorrekt, spricht von „Negern" und reißt die Frauen auf, um vor dem schüchternen Hans damit anzugeben.
Genüsslich läßt Politycki durch seine Protagonisten alle erdenklichen Klischees aufeinander knallen und das liest sich äußerst vergnüglich.
Die Handlung nimmt rasant an Fahrt auf und führt die Leserin/den Leser in eine ganz unerwartbare Richtung. Geheimnisse werden offenbart, die Endlichkeit des Lebens rückt in den Focus der beiden Männer.
Der Hornbrillen-Hansi und der spindeldürre Tscharli, der Afrika in seinen Widersprüchen kennt und liebt wie kein anderer, werden Gefährten.
Das Buch ist weit mehr als ein Abenteuerroman! Matthias Politycki hat viel mehr im Sinn, was den Roman so lesenswert macht.

Matthias Politycki stellte sein Buch im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Hamburger Kultursommer im Innenhof vom Altonaer Rathaus das erste Mal „analog" vor viel Publikum vor.
Es war ein wunderbarer Abend! Wir Zuhörer:innen waren begeistert und der Autor genoß es, endlich wieder die Gelegenheit zu haben, mit seinen Leserinnen und Lesern ins Gespräch zu kommen.

Roman
Hoffmann und Campe Taschenbuch, 12,90 €

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