Wie schon in ihrem ersten Roman „Herz auf Eis" führt uns Isabelle Autissier mit ihrer Romanhandlung in die Kälte. Nur diesmal nicht ins Südpolarmeer sondern in den Norden Russlands, nach Murmansk.
Wir lernen zuerst Juri kennen, der in Murmansk seine Kindheit und Jugend verbrachte, aber nach der Öffnung Russlands in die USA ging und dort an einer Universität Professor für Ornithologie ist.
Aus seiner alten Heimat erreicht ihn die Nachricht, dass sein harter und despotischer Vater Rubin, zu dem er zeitlebens nie eine engere Beziehung aufbauen konnte, im Sterben liegt und ihn sehen möchte. Rubin bittet seinen Sohn nach dem Schicksal von Klara, Rubins Mutter und Juris Großmutter, zu forschen, die im Zuge der stalinistischen Säuberungen Anfang der 50er Jahre vor den Augen des 6-jährigen Rubin verhaftet wurde und seitdem als verschollen gilt.
Isabelle Autissier erzählt eine sehr russische schicksalhafte Geschichte dreier Generationen, beginnend in der Ära Josef Stalins bis in die heutige Zeit, erzählt mit viel warmherziger Liebe und Nähe zu ihren Figuren und mit – trotz aller Härte im Geschehen – immer wieder wunderbaren und stimmungsvollen Naturbeschreibungen.

Übersetzung: Aus dem Französischen von Kirsten Gleinig
Roman
mareverlag, 24,00 €

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