Der fleißig schreibende dänische Familientherapeut Jesper Juul hat ein neues Buch für Familien herausgebracht. Und diesmal geht es besonders um die Eltern.

Die waren ja bevor sie Eltern wurden, mal ein Paar, ein Zustand, den sie eigentlich nicht komplett gegen die Elternschaft hatten eintauschen wollen. Aber in der Realität ist es nunmal häufig so, dass beim Übergang ins Elterndasein das Paar auf der Strecke bleibt. Dieser Umstand ist nicht nur für die Eltern bedauerlich, sondern auch für die Kinder, wie wir aus den in diesem Buch versammelten Texten lernen können. Es enthält sieben "Münchener Gespräche", die im Rahmen des familiylab zwischen dem Autor und verschiedenen Familien geführt wurden, und mehere Exkurse von Jesper Juul,  u. a. über verschiedene Arten von Bindung der Kinder zu ihren Elternteilen und den Umgang mit einer Trennung der Eltern.

Bei der Lektüre werden wohl alle Väter und Mütter eigene Verhaltensmuster erkennen und Anregungen erhalten, wie sie mit Konfliktsituationen umgehen können. Hier ein paar Kostproben:

Eltern haben ein Recht auf Zweisamkeit. Und es ist in Ordung, das gegenüber seinen Kindern zu vertreten.

Nur wenn es den Eltern gut geht, kann es auch den Kindern gut gehen. Wenn die Kinder erleben, dass ihre Eltern sich gegenseitig Aufmerksamkeit und Unterstützung geben, ist das für die Kinder eine große Erleichterung, weil sie sich sonst automatisch zuständig und überfordert fühlen.

Eltern sollten ihren Kindern vorleben, dass sie sich um ihre Bedürfnisse kümmern, wenn sie sich wünschen, dass ihre Kinder dazu später auch in der Lage sind.

In diesem Sinne: Auf die Liebe!

Übersetzung: Nuka Matthies, Kerstin Schöps und Ursula Bischoff
Sachbuch Pädagogik
Beltz, 18,95 €

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