Drei Tage im August 1991 in Moskau. Während Panzer das weiße Haus (das Gebäude des Ministerrats) umzingeln, versucht der schüchterne Dolmetscher Sascha seine deutsche Freundin Anna (Slawistikstudentin, Feministin, Punkerin, Performancekünstlerin) zu halten. Beide werden scheitern, aber das ist nur das Ende der Geschichte.

Spannend ist, wie hier Weltgeschehen und Subkultur aufeinanderprallen. Schumatsky erklärt nicht, wer da putscht und warum. Aber wir erleben die Aufregung der kleinen Journalisten, die ihre erste große Story wittern, die Angst der Älteren vor der nächsten landesweiten Katastrophe, den Mut der Jungen, die Panzer und Häuser besetzen, die Orientierungslosigkeit der Soldaten, die sich scheinbar irgendwie her verirrt haben...

Ein Bild von Moskau am Ende der Sowjetunion, mit Schnapsfahne und Dreck unter den Stiefeln. Und die Geschichte einer Liebe, die von der Freiheit überrollt wird. Rasant geschrieben. Sehr cool!

Roman
Blumenbar, 20,00 €

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