Unterleuten, irgendwo in Brandenburg, wirkt auf den ersten Blick wie eine behagliche Idylle, die frische Landluft, unberührte Natur und vor allem Freiheit zu bieten scheint. So sehen es auch viele Großstadtaussteiger, die sich ihren Traum vom eigenen Grundbesitz vor den Toren von Berlin erfüllen. Auf den zweiten Blick entpuppt sich Unterleuten jedoch als ein Pulverfass, das jahrzehntelange Streitereien innerhalb der Dorfgemeinde offenlegt und in dem Idylle und Alltagsterror aufeinander prallen. Als ein Investor einen Windpark in greifbarer Nähe zum Ort bauen will, droht das Pulverfass hochzugehen. Denn das, was unter jenen Leuten passiert, wird immer wieder davon beeinflusst, welche Interessen jeder Einzelne verfolgt, als ob sich jeder der Nächste sei. Willkommen in Unterleuten.
Juli Zeh trifft den Nerv einer Generation, deren Konflikte kleingehalten und ein Leben lang unterdrückt wurden. Ein echter Gesellschaftsroman, der essentielle Fragen stellt: Was beeinflusst eine ganze Generation nach der Wiedervereinigung und welche Wirkung hat das auf die folgenden Generationen? Was passiert, wenn Menschen nicht mit dem Tempo der Welt außerhalb ihrer Reichweite mithalten können? „Unterleuten“ liest sich bis zur letzten Seite wie ein rasanter Gegenwartskrimi, der in jedem Kapitel ein Pulverfass versteckt hält und dabei nie den roten Faden verliert.

Roman
Lucherhand, 24,99 €

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