So wie die Autorin Mirna Funk es im vergangenen Jahr tat, zieht auch die junge deutsche Jüdin Lola in dem Debütroman "Winternähe" aus Berlin nach Tel Aviv. Sie erträgt den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland nicht mehr und folgt Shlomo, ihrem Geliebten. Zuvor kämpft sie vor einem Berliner Gericht um ihre Würde. Kollegen verunglimpfen Lolas Porträtbild mit einem "Hitlerbart" und verbreiten das Foto im Internet auf allen Kanälen. Doch das ist nur der Gipfel der Anfeindungen, die Lola erlebt und die Mirna Funk selbst im Freundeskreis in Berlin begegneten. In Tel Aviv angekommen, erfahren wir mit Lola, wie es sich anfühlt, mitten im Krieg zu leben: es ist der Gaza Krieg im Sommer 2014. Der Roman packt den Leser in seiner kraftvollen, klaren Sprache. Das Thema ist politisch hochaktuell. Juden, Nicht-Juden, Palästinenser und Deutsche werde in "Winternähe" vielschichtig und klug miteinander konfrontiert. Unbedingt lesenswert!

Roman
Fischer, 19,99 €

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