Ein junger Mann kehrt nach fünfzehn Jahren in seine frühere Heimat Nigeria zurück, in der er seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Nach den vielen Jahren entpuppt sich die Hauptstadt Lagos als ein Moloch, der seine Menschen zu verschlingen scheint. Hier mag der Lynchmord an einem jungen Dieb auf offener Straße genauso zur Alltäglichkeit zu gehören wie die Korruption, die sich durch alle Bereiche zu ziehen scheint. Auf seinen Streifzügen durch die Straßen stößt er immer wieder an seine Grenzen, fasziniert von ihren Geschichten und verzweifelt über die Unfähigkeit, etwas an der Vergangenheit und den gegebenen Strukturen in diesem Land ändern zu können.

Was bedeutet es, die frühere Heimat mit Abstand zu sehen? Was heißt es zwischen zwei Welten zu leben? Hier wird die Geschichte einer Stadt zum Spiegel des Ich-Erzählers!

Dieser stimmungsgeladene Reisebericht und autobiographische Roman hat mich so berührt, weil Cole eine Sprache gefunden hat, in der Begeisterung und Ohnmacht zusammen kommen. Auch die zahlreichen Schwarz-Weiß-Fotos in diesem kleinen Band erzählen noch einmal ihre ganz eigenen Geschichten!

Übersetzung: Christine Richter-Nilsson
Roman
Hanser, 18,90 €

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