Ella Berthoud, Susan Elderkin und Traudl Bünger: Die Romantherapie. 253 Bücher für ein besseres Leben

Bücher auf Rezept: Fallada für die Hoffnungslosen, Tolstoi bei Zahnweh (und, ja, natürlich auch bei Ehebruch) und "Schiffbruch mit Tiger" in ausweglosen Situationen die "Romantherapie" kennt für jede Lebenslage das richtige Buch. Ob Sie an Kaufsucht oder Liebesmangel leiden, ihre Nase hassen, zu wenig Sex haben oder einfach hoffnungslos eitel sind, bei alldem hilft nur eins: der richtige Roman.
"Die Romantherapie" liefert stets die passende Lektüre von A bis Z. Und ist dabei selbst ein sprühendes Lesevergnügen.

Ratgeber, Insel, € 20,00

 

Hans-Christian Dany: Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft

Ein heiter ätzender Spaziergang durch das Innere, die Entwicklungsgeschichte und die Albträume einer von Selbstoptimierung besessenen Gesellschaft, die ihre Kontrolle nicht mehr durch Macht, sondern durch Rückkopplung und Selbstregulation ausübt.
Dany zeigt, wie aus der Kybernetik als Modell für selbstregulierende Systeme eine Matrix der ständigen Optimierung eines jeden und der Gesellschaft geworden ist: Von der kybernetisch inspirierten Sozialpsychologie der fünfziger Jahre wanderte die Feedback-Theorie Wieners und Lewins in die Selbsterfahrungsgruppen, die sie in die WG-Küchen weiter trugen. Parallel flossen die Methoden als Social Engineering in das Management ein und später in die sozialen Netzwerke, wo das Kommunikations-Panoptikum nochmals in neuer Form zu sich fand. Jeder ist nun Beobachter aller anderen und ein von allen anderen Beobachteter. Kontrolle bedeutet nicht länger, die Kontrollierten auf einen Sollwert zu eichen, sondern einen unabschließbaren Prozess der Selbstoptimierung in Gang zu setzen. Heute formen Feedback und Transparenz zentrale Werkzeuge für Kindergarten, Schule, Konsum und Unternehmen.
Die einzige Möglichkeit, dem zu entkommen, scheint, sich der verordneten Kommunikation zu verweigern. Sich durch Sprachlosigkeit der Regulation zu entziehen, um auf der spiegelglatten Oberfläche der Transparenz ein Dickicht undurchsichtiger Inseln wuchern zu lassen.

Essay, Nautilus, € 12,00

 

Volker Gerling: Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt

Mit sechs fotografischen Daumenkinos, die er auf einem Bauchladen vor sich hertrug, ist Volker Gerling von Berlin nach Basel gereist - zu Fuß und ohne eigenes Geld. Er schlief im Zelt und zeigte seine Daumenkinos den Leuten am Straßenrand und über den Gartenzaun. Er besuchte Dorffeste und Märkte und führte seine Bilder abends in Kneipen vor. Ein Reisebericht über ein Leben in Eigenzeit, die Flüchtigkeit des Moments und die Bedeutung der menschlichen Begegnung.
Volker Gerling traf auf seiner Wanderschaft einen alten Mann, der ihm das Bett zeigte, in dem seine Frau gestorben war, eine Frau, die eine Steckdose suchte, um sich die Haare abzuschneiden und einen Mann, der in einem leeren Haus lebte und auf den Schornsteinfeger wartete.
"Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt", die Geschichte der in diesem Buch beschriebenen Wanderung, führt Gerling auch als daumenkinographisches Bühnenstück auf und wurde bereits auf zahlreiche Theaterfestivals in ganz Europa eingeladen. Manchmal ist es nur das Zucken einer Augenbraue, das den Charakter eines Menschen offenbart ganz großes kleines Kino. Süddeutsche Zeitung

Tagebuch, Metrolit, € 18,99

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