Michela Murgia schreibt ihren ersten Roman über eine mythische sardische Gestalt. Die Accabadora war eine Frau, die gerufen wurde, wenn es einem Menschen nicht gelang zu sterben… Die letzte Accabadora soll in den 50er Jahren gewirkt haben.

Als überflüssige vierte Tochter einer armen Frau wird Maria im Alter von sechs Jahren als filia anima, Tochter des Herzens, von der wohlhabenden Schneiderin Bonaria aufgenommen. Sie fasst schnell Vertrauen zu der älteren Dame, die sie liebt, fördert, zur Schule schickt, und die ihr das Schneidern beibringt. Nur ein einziges Mal bekommt sie es mit, wie Bonaria nachts von jemandem abgeholt wird und erst am Morgen zurückkommt.

Maria wächst zu einer selbstbewussten Frau heran und ist glücklich. Doch unweigerlich kommt es dazu, dass sie sich mit der „Nebentätigkeit“ ihrer Ziehmutter, mit ihrem Verhältnis zu ihr zum Tod auseinandersetzen muss.

Michela Murgia behandelt einfühlsam ein für uns alle brisantes Thema.

Übersetzung: Julika Brandestini
Roman
Wagenbach Verlag, 17,90 €

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