Chemda liegt im Sterben. Ihre Tochter Dina und ihr Sohn Avner dagegen stehen mitten im Leben, das heißt sie stecken mitten in einer Lebenskrise. Nicht nur sie sind sich im Laufe der Jahre fremd geworden, auch in den Beziehungen zu Ihren Partnern und Kindern scheint die Liebe auf Tauchgang zu sein.

Sie merken, dass sie nicht so weitermachen können, was sie zu recht ausgefallenen Unternehmungen veranlasst.

Zeruya Shalev beschreibt, wie immer großartig übersetzt von Mirjam Pressler, sehr genau das Innenleben ihrer Figuren. Das ist manchmal fast anstrengen zu lesen, wohl vor allem deshalb, weil man sich beim Lesen die gleichen Fragen wie Dina und Avner für das eigenen Leben stellt. Das lohnt sich in jedem Fall und führt auch im Buch letztlich zu einer positiven Entwicklung.

Besonders hat mir auch gefallen, wie sich die Autorin in das trübe Bewusstsein der bettlägerigen Chemda einschreibt, die scheinbar gar nichts tut und doch alle Fäden in der Hand hält.

Ein Familienbuch der anderen Art!

Übersetzung: Mirjam Pressler
Roman
Berlin, 22,90 €

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