Die letzten Empfehlungen aus dem Team

Maximilian Moser und Erwin Thoma :
Die sanfte Medizin der Bäume

Sachbuch , Servus, 21,95 €

Bücher über Bäume erfreuen sich nicht zuletzt seit dem Bestseller von Peter Wohlleben "Das geheime Leben der Bäume" großer Beliebtheit.
In "Die sanfte Medizin der Bäume" werden die vielen gesundheitsfördernden Aspekte von unbehandeltem Holz vorgestellt. Autor Erwin Thoma, Erfinder der modernen Massivholzbaumethode "Holz100" (z.B. der "Woodcube" von der IBA in Hamburg-Wilhelmsburg"), belegt mit Hilfe neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, dass z.B. ein Fußboden aus unbehandeltem Holz wesentlich hygienischer ist als Stein- oder gar Kunststoffböden.
Oder er zeigt auf, wie mit Hilfe von selbstgesammelten Nadelholzharzen selbst stark blutende Wunden behandelt werden können. Ein Rezept übrigens, welches früher in den Alpen in vielen Bergdörfern bekannt war und angewendet wurde.
Ein spannendes Buch mit vielen Erkenntnissen - nicht nur für Baumliebhaber.

Lesetipp von Sönke Christiansen - 22.04.2017


Nathan Hill:
Geister

Übersetzung: Werner Löcher-Lawrence und Katrin Behringer
Roman, Piper, 25,00 €

Nathan Hill – Geister

Dieses Buch hat einfach alles! Eine geheimnissvolle Familiengeschichte, vielschichtige Charaktere, Zeitkritik, Einblicke in spezielle Milieus und tolle Dialoge!

Samuel, ein junger Collegedozent, bekommt einen seltsamen Anruf von einem Anwalt: Seine Mutter hat einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten angegriffen und braucht nun dringend seine Unterstützung in Form eines Leumundbriefes. Nur hat Samuel seine Mutter nicht gesehen, seit er ein Kind war und sie ihn und seinen Vater plötzlich verlassen hat. Erst will er sich gar nicht darauf einlassen. Doch natürlich beschäftigt ihn die Frage, warum seine Mutter wegging. Außerdem erfährt er, dass sie 1968 in Chicago auf dem College war, Kontakt zur Friedensbewegung hatte und verhaftet wurde. Und weil er seinem Verleger dringend einen Roman liefern muss, wenn er nicht den schon verprassten Vorschuss zurückgeben will, beginnt er zu recherchieren.
Hilfe bekommt er von einer Internetbekanntschaft, einem einsamen spielsüchtigen Mann, mit dem er ein Onlinespiel á la World of Warcraft spielt. Und nebenbei hält ihn eine betrügerische Studentin auf Trab, die um jeden Preis verhindern will, dass er sie durchfallen lässt.

Das College gestern und heute, die 68er Bewegung, die Parallelwelt der Onlinespiele, der alltägliche Wahnsinn in den USA und eine amerikanische Familiengeschichte voller norwegischer Geister – das alles flüssig und unterhaltsam geschrieben – ergeben einen rundherum tollen Roman!

Lesetipp von Lisa Kurth - 20.04.2017


Ian McEwan:
Nussschale

Übersetzung: Bernhard Robben
Roman, Diogenes , 22,00 €

„Nussschale" heißt der 2016 erschienene Roman von Ian McEwan, und er erzählt eine klassische Dreieckskonstellation– allerdings aus einer sehr ungewöhnlichen Erzählperspektive: aus dem Mutterbauch heraus. Eine Frau betrügt ihren Mann mit dessen Bruder und schmiedet ein Mordkomplott. Der einzige Zeuge ist das ungeborene Kind, das McEwan mit höchst unkindlichen Eigenschaften ausstattet. Mit scharfem Verstand, einem feinen Gespür für die Absurditäten des Lebens und dem Pessimismus eines weltenmüden Zynikers. Hellsichtig und wortgewaltig kommentiert der Embryo, was sich außerhalb, und mit Humor, was sich innerhalb seiner Nussschale ereignet, wie den durch die Plazenta dekantierten Burgunder.

McEwan hat zu Shakespeares 400-jährigem Geburtstag eine abgedrehte Variante des „Hamlet" erschaffen. Doch anders als der dänische Prinz, der sich nicht entscheiden mag, seine Rachegedanken in die Tat umzusetzen, ist McEwans ungeborener Held kein Zauderer: Ihn hindern allein die anderen Umstände, in denen sich seine Mutter befindet. Oder kann er sich über diese Grenze hinwegsetzen? Können oder Nichtkönnen, das ist hier die Frage. Ob es Klein-Hamlet nicht doch gelingt, aus dem Mutterleib auszubrechen und seinen Vater zu rächen?

Lesetipp von Dilek Arslanlar - 19.03.2017


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