Letzte Reading Teens Lesetipps

Robin Stevens: Teestunde mit Todesfall - Wells & Wong 2

Ich habe vor Kurzem das Buch "Teestunde mit Todesfall" gelesen. Es ist der zweite Band von Robin Stevens´ Reihe "Ein Fall für Wells und Wong". Das Buch wird aus Sicht der 13-jährigen Hazel Wong erzählt und spielt im England der 1930-er Jahre.

Nun zum Inhalt: Hazel freut sich sehr: Sie darf die Ferien bei ihrer besten und sehr, sehr klugen Freundin Daisy verbringen! Also fährt sie zu dem Landsitz Fallingford, dem Haus von Daisy und ihrer Familie. Es scheint alles perfekt: Hazel wird mit Daisy deren 14. Geburtstag auf Fallingord feiern und Daisys Familie scheint sehr nett. Zwar befinden sich ihre Eltern, Lord und Lady Hasings, in einer Art Kleinkrieg, aber Daisys Mutter lässt Hazel in Ruhe, und ihr Vater unterhält die Mädchen mit seinen Streichen. Als dann auch noch Kitty und Küken, gemeinsame Schulfreunde von Daisy und Hazel, dazukommen, kann es kaum noch besser werden. Doch dann reist Daisys restliche Verwandschaft an und mit ihnen: Denis Curtis, ein, nun ja, "sehr guter" Freund von Lady Hastings. Es ist einem sofort unsympathisch, gibt mit seiner teuren Uhr an, küsst Lady Hastings vor den Augen ihres Mannes und versucht, den Eltern von Daisy ihre Reichtümer für viel zu wenig Geld abzukaufen. Doch als er vor aller Augen vergiftet wird und stirbt, ist allen klar: Das war einer von ihnen. Während ein Sturm alle (mitsamt dem Mörder) drinnen und die Polizei draußen hält, ermitteln Daisy und Hazel, diesmal mit Kitty und Küken, in ihrem zweiten Fall. Doch leider ist fast Daisys gesamte Verwandschaft verdächtig: Onkel Felix, den die Mädchen dabei beobachtet haben, wie er Mir. Curtis angeschrien und bedroht hat. Tante Saskia, die durchgehend Silbersteck und ähnliches mitgehen lässt (und ein Auge auf Mr. Curtis Uhr geworfen hat). Daisys Vater, der genau wusste, dass Mr. Curtis mehr als nur ein "Freund" seiner Frau war. Die Gouvernante Miss Alston, die sehr verdächtig wirkt und ein Geheimnis hat. Stephen, in den Hazel ein bisschen verliebt ist und Daisys Bruder, der schnell sehr wütend wird. Als es schließlich noch einen Anschlag gibt, wird den Mädchen klar: Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit...

Mir hat an dem Buch so gut wie alles gefallen: Es ist endlich ein Kinderkrimi, der richtig spannend ist, es ist gut geschrieben, mitreißend und man mag die Hauptperson. Owohl ich den ersten und dritten Band schon kenne, konnte ich gut mitraten und war Hazel und Daisy nie voraus. Sehr empfehlenswert!

Alter: Etwa ab 12 Jahre

Übersetzung: Nadine Mannchen
Kinderbuch Knesebeck, 15 €

Lesetipp von Ella - 27.06.2019


Stephanie Burgis: Aventurine - Das Mädchen mit dem Drachenherz

Das Drachenmädchen Aventurine wird von einem Zauberer in ein Menschen-Mädchen verwandelt. Der Zauberer, ein "Essensmagier", hat sie mit Schokolade verzaubert. Aventurine verliebt sich sofort in die Schokolade und will als Mensch in einem Schokoladenhaus arbeiten. Die Chocolatière Katarina und der Kellner Hans bringen Aventurine Schokolade machen bei. Aber sie sehnt sich immer noch nach ihrem Feuer, ihren Flügeln und ihrer Familie. Aventurine will trotz der Liebe zu Hans und Katarina wieder ein Drache sein. Ob sie das schafft...?

Ein unterhaltender und fantasievoller Roman.

Übersetzung: Sigrid Ruschmeier
Kinderbuch Fischer Verlag, 9,00 €

Lesetipp von Lale - 27.06.2019


Adam Silvera: Was mir von dir bleibt

Adam Silvera schafft es in diesem Jugendroman, bei dem Leser direkt große Sympathie für die junge Hauptfigur der Geschichte zu erzeugen. Griffin, der durch den schmerzlichen Verlust seiner ersten großen Liebe bei einem Unglück mit der Frage konfrontiert ist, wie man sich richtig von einem geliebten Menschen verabschieden kann. Und was uns von ihnen bleibt. Er wirkt dabei sehr authentisch. Ich empfand den Roman sehr ergreifend und besonders Silveras Schreibstil hat mir gut gefallen.

Übersetzung: Christel Kröning, , Hanna Christine Fliedner
Jugendbuch Arctis Verlag, 18,- €

Lesetipp von Lilli - 15.05.2019


Reading Teens Lesetipps

Arundhati Roy: Der Gott der kleinen Dinge

Die Zwillinge Rahel und Estah sind in einem kleinen Ort in Indien aufgewachsen. Nach einer langen Trennung kehren beide zurück. Estha wurde als Kind zu seinem Vater geschickt und kehrt nun mit 30 Jahren zurück. Die Worte sind ihm ausgegangen, oder wohl eher tief in ihm vergraben. Kein Wort verlässt seine Lippen. Auf die Nachricht ihrer Großtante, Baby Kochama, kehrt auch Rahel aus den USA zurück wo sie in einer Tankstelle gearbeitet hat. Der Roman springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, erzählt uns, wie die Zwillinge aufgewachsen sind. Von der besonderen Bindung zwischen ihnen, die keine Worte braucht. Und von einigen unglaublichen Verbrechen die die ganze Familie zerstört und zerissen haben. Und die totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt wurden. Er erzählt von Wut und Trauer, von Missgunst in einer Familie und der bedingungslosen Liebe zwischen zwei Zwillingen und ihrer Mutter, die sich über alle Klassenordnungen hinwegsetzt. Ich habe eine wunderschöne Ausgabe, die mit Stoff engeschlagen ist. Das gibt der Ausgabe noch einen Pluspunkt, aber die Geschichte an sich ist es sowieso wert gelesen zu werden. Ein bisschen zum Nachdenken. Ein bisschen zum traurig, aber auch zum glücklich sein.

Isabel Abedi: Lucian

Ein Ziehen in der Brust, ein Junge der in einer kalten Nacht unter der Laterne vor Rebeccas Fenster steht.

Wo kommt der Fremde her, mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt?

Immer wieder taucht er in ihrem Leben auf und bringt ihren Alltag durcheinander.

Gegen den Willen von Familie und Freunden, vielleicht sogar gegen ihren eigenen, kommen die beiden sich immer näher.

Lucian ist ein Buch über Liebe und Freundschaft, über Menschen, ihre Engel und das, was sie verbindet.

Armistad Maupin: Stadtgeschichten

Diese Reihe mag einigen Älteren zwar schon bekannt sein (erschienen sind die Bücher in den Achtzigern), aber ich habe sie gerade erst entdeckt. Durch den Schul- und den Weihnachtsgeschenke-besorgen-müssen-Stress kann ich im Moment einfach nichts sehr Anspruchsvolles lesen. Und da kommen diese Bücher genau richtig! In den Episodenromanen dreht sich alles um eine Hausgemeinschaft in San Francisco: Mary Ann, ein Mauerblümchen vom Lande, Michael, ein verrückter Schwuler, um Brian, ein Mann, der nicht weiß was er will, und natürlich um Mrs. Madrigal, ihre bemutternde Vermieterin. Die Bücher sind wirklich toll geschrieben, und man fühlt sich gar nicht so blöd beim Lesen! Vielleicht findet ihr sie ja im Bücherschrank eurer Eltern...

Morris Gleitzmann: Einmal

Einmal findet Felix eine ganze Möhre in seiner Suppe. er deutet es als Zeichen seiner Eltern und flüchtet aus dem Waisenhaus, um sie zu suchen. Auf seinem Weg findet er die verletzte Zelda neben ihren toten Eltern. Er dankt Gott, Jesus, der Jungfrau Maria und Adolf Hitler, dass sie noch am leben ist. gemeinsam ziehen Felix und Zelda weiter und stoßen auf einen Strom von Menschen. Nur seine phantasievollen Geschichten können die beiden vor der unmenschlichen Realität schützen.

Morris Gleitzman schreibt in seiner bilderreichen Sprache von Hoffnung, Phantasie, Liebe und Freundschaft, die sich vielleicht nur ein Kind in einer solch aussichtslosen und kaltblütigen Zeit in diesem Maße bewahren kann.

Der Roman, der 1942 in Polen spielt, lässt den Leser an der kindlichen Wahrnehmung des kleinen Felix teilhaben und schildert aus seiner Perspektive das Grauen der Judenverfolgung im Dritten Reich. Es gibt viele Bücher über dieses Thema, doch dieses sticht durch seinen besonderen Blickwinkel heraus.

Empfohlen ab 12 Jahre

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