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Alle Leser-Lesetipps

Roger Wortmann: Operation Babel

Ich habe Operation Babel im Urlaub gelesen. Was großartig begonnen hat, wurde von Seite zu Seite intensiver und faszinierender. Dieses Buch ist nicht einem bestimmten Genre zuzuordnen und deshalb so unglaublich spannend. Es ist ein Politthriller im weitesten Sinne, Verschwörung, Technik, Überwachungsstaat, mediale Manipulation und Fake-News. Ungewöhnliche Charaktere, spannende Locations. Ein Netzwerk von globalen Lügen und Machtgier regt zum Nachdenken an: Was ist real, was Fiktion? Kann es so etwas wirklich geben? Und noch verwunderlicher: Das Buch ist der Debütroman eines österreichischen Autors. Dieser Thriller ist wirklich lesenswert, wirkt wie eine hochwertige Netflix-Serie. Man kann nicht mehr aufhören zu lesen, es ist ein echtes Erlebnis, ich kann es jedem Fan spannender Thriller und zeitkritischen Menschen nur empfehlen. >>> Klappentext: Henning Lauritz, einst gefeierter Star der Literaturszene, steht am Abgrund seiner Karriere. Völlig unerwartet wird sein Lebenswerk für den wichtigsten Preis der Branche nominiert. Die Gala in Wien sollte sein großes Comeback einläuten. Doch auf der Bühne bricht plötzlich eine bedrohliche Kriegsvision über Henning herein. Dabei herrscht zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit Frieden. Es ist der Beginn einer Odyssee in die Abgründe von skrupelloser Machtgier, Überwachungswahn und Manipulation. Obskure Hinweise lassen das Rätsel immer komplexer erscheinen, Teile von Hennings Visionen werden erschreckende Realität. Seine eigene Geschichte gerät einmal mehr aus den Fugen. Zusammen mit der umstrittenen Journalistin Cosima de Burnes macht sich Lauritz auf, die Hintergründe zu erforschen. Im Fadenkreuz der CIA und einer supranationalen Organisation, beginnt eine Hetzjagd rund um die halbe Welt. Alle Spuren führen nach Bagdad. Die unter US-Verwaltung wiederaufgeblühte Metropole fungiert als Ikone für die Richtigkeit des Engagements der US-Streitkräfte. Alles nur Fake News? Getrieben von der Angst um seinen Verstand, gibt es für Henning nur eine Richtung: der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Koste es was es wolle! >>> Roger Wortmann: "Operation Babel"| ISBN-13: 978-3-96698-068-5 | Verlag: Thrill Reaktor / Nova MD

Thriller, Thrill Reaktor / Nova MD,

Hein Ennak: Hein Knutzen und das Hexenhaus in Niendorf

Sein Name ist Hein Knutzen. Er ist ein Druide, wahrscheinlich der Letzte. Sein Geld verdiene er als Schriftsteller und als Chef einer Detektei.
Vor etlichen Jahren baute er das Detektivbüro ›Knutzen‹ in Hamburg Langenhorn, als fachkompetenter Ansprechpartner bei allen Privatermittlungen und besonders für paranormale Aufklärungen, auf. Nebenbei arbeitete er als Berater in der BAO 82. BAO heißt ›besondere Aufbau Organisation‹, ein Sonderkommissariat der Hamburger Polizei. Dort befasst man sich mit Kriminalfällen, deren Tatbestände sich mit dem reinen Menschenverstand nicht erklären lassen.
In der vorliegenden Geschichte geht es um ein Hexenhaus, das Knutzen in Hamburg Niendorf kaufte. –
Er löste einen kniffligen Diebstahl, um eine unschuldig verurteilte Frau aus dem Gefängnis zu holen. –
Der Jurist Gerhard Schwärtzer wurde in einer Pension erwürgt aufgefunden. Die Polizei Hamburg stand vor einem Rätsel, denn ein Übeltäter war nicht in den Räumlichkeiten der Hotelpension gewesen. -
Der Leiter der Untersuchungskommission zur Hafenerweiterung in Hamburg wurde von einer S-Bahn überrollt. Auf dem Überwachungsvideo der Bahn konnte man erkennen, dass er drei Mal geschubst worden war, allerdings von einer unsichtbaren Person. -
Der zweite Geschäftsführer der Deutschen Film- und Mediengenossenschaft wurde auf dem Weg zu seinem Rechtsanwalt erdrosselt, ohne dass ein Täter überhaupt anwesend war. - Knutzen ermittelte mit seinem Team.
Darüber hinaus musste ein Glamour-Typ unschädlich gemacht werden und eine cholerische und rachsüchtige Hexe, die in Hamburg und Umgebung ihr Unwesen trieb, wurde außer Gefecht gesetzt und eingefangen.
Damit noch nicht genug, denn Hein Knutzen verliebte sich auch noch.
Also eine Geschichte aus dem ganz normalen Leben eines Druiden, der seine neue Heimat in einem Hexenhaus in Niendorf fand. - Nur gut, dass er die eine und andere besondere Fähigkeit besitzt, die er bei der Lösung der Fälle nutzen konnte.

Das Buch wurde von Hein Ennak in diesem Jahr zu Papier gebracht. Es handelt sich um ein Fantasy-Roman der Gegenwart. Die fiktive Handlung spielte zwischen Juni und August 2016 in Hamburg.
Der 400 Blätter umfassende Roman ist in der ›Ich-Form‹ aus Sicht von Knutzen verfasst.
Der Text wurde trefflich strukturiert, leicht und gut lesbar geschrieben.
Titel: Hein Knutzen und das Hexenhaus in Niendorf ISBN: 9783744896009
E-Book ISBN: 9783744828307
Lieferbar seit: 29.08.2017 Gesamtseitenzahl: 400
Format: 12 x 2,1 x 19 cm
Einband: Paperback Preis: 12,99 EUR.

Krimi / Fantasy, BoD,

Marit Schalk: Außerhalb der Zeit - Teil 1: Über raue Pfade

Eine spannende, amüsante und unterhaltsame Geschichte, die in Hamburg spielt.
Klappentext: Die junge Hamburgerin Lena hat ihr Psychologiestudium abgebrochen und schlägt sich mit einem Aushilfsjob durch. Als sie einen Antiquitätenladen in der Altstadt betritt, ahnt sie nicht, dass ihr Leben an diesem Ort eine dramatische Wendung nehmen wird: Sie fällt in einen antiken magischen Spiegel und findet sich gleich darauf im Hamburg der Biedermeierzeit wieder. Damit nicht genug, landet sie genau in den Armen des attraktiven Kaufmanns Henry Sieveking. Dieser stellt die unfreiwillige Zeitreisende kurzerhand als Gouvernante für seine Kinder ein, obwohl die Frau aus der Zukunft offensichtlich recht ungewöhnliche Ansichten und Methoden vertritt.
Doch Sieveking und seine Familie umgibt ein düsteres Geheimnis, das es für Lena zu lüften gilt, genauso wie sie die Frage klären muss, ob sie jemals wieder zurückkehren kann in ihre eigene Zeit.

Zeitreiseroman (Historisch/Fantasy), Epubli,

Stefanie Schneider: Unser Kunterboot

In dem Buch geht es um Jonna, sie ist ungefähr acht bis neun Jahre. Jonna wohnt mit ihrer Familie auf einem Hausboot. Zu ihrer Familie gehören: Mama, Papa, Tomek (großer Bruder (etwa 10-11 Jahre)),
Greta (kleine Schwester (4 Jahre)) und eben Jonna.
In dem Buch Sommer der Geheimnisse geht es darum das Karl, ihr bester Freund ( Er wohnt mit seinem Vater auch in der Hausboot-Siedlung, wo auch Mascha, ihre Mutter und ihre Oma wohnen) weg, an Land ziehen wollen. Jonna, Mascha und Tomek wollen das natürlich verhindern. Der Vater einer Klassenkameradin verkauft und vermietet Wohnungen. Bodo, Karls Papa hat interesse an den Wohnungen und Die Väter stehen unter Kontakt. Die Tochter ( Liviane) aber findet keiner wirklich toll. Jonna, Mascha, Florentine (andere Freundin die an Land wohnt) und Luzie (wohnt auch an Land) beobachten Karl wie er und Liviane Im Eiscafé sitzen ………

Katarina Bader: Jureks Erben

Die äußere Geschichte ist die der Freundschaft der Autorin Katarina Bader mit dem Auschwitz-Überlebenden Jerzy Hronowski, genannt Jurek. Katarina Bader lernt Jurek als 18-Jährige in der Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz kennen, wo er als Zeitzeuge Besuchern die Schrecken des Lagers und sein Überleben erzählt. Sie freunden sich an und Katarina Bader versucht später, die Biographie von Jurek zu rekonstruieren. Wenn Sie jetzt denken, ach nein, nicht noch eine weitere Auschwitz-Erinnerung, dann entgeht Ihnen ein ganz außergewöhnliches Buch, das weit über eine Schilderung dieses Schreckensortes hinausgeht. Es ist die die komplexe Verbindung einer Vielzahl von Aspekten, die Baders Buch von anderen unterscheidet: Der Versuch, die Biografie einer faszinierenden, aber – wie sich herausstellt – traumatisierten Person, Jurek, zu schreiben, führt dazu, dass die anfängliche Bewunderung der jungen Historikerin der Erkenntnis weicht, es mit einem liebes- und beziehungsunfähigen Mann zu tun zu haben. Der eigene Erkenntnisprozesses und ihr Erkenntnisinteresse werden vor dem Hintergrund ihrer eigenen Familiengeschichte bedacht, ein kritischer Blick auf die polnisch-deutsche Nachkriegsgeschichte und die Versuche der Aussöhnung seit den sechziger Jahren, ein Nachdenken darüber, warum die Erzählungen von Jurek sich über die Jahre verändern und wie sich durch das Erzählen auch seine eigenen Erinnerungen verändern und überformen, zeigen die glasklaren analytischen Fähigkeiten der jungen Historikerin. Das ist nie in einem belehrenden Ton geschrieben, sondern Katarina Bader lässt uns an ihrer schwierigen Rekonstruktion der Biografie von Jurek teilhaben und mehr als einmal gibt es einen Perspektivwechsel und die bisherigen Erkenntnisse erscheinen plötzlich in einem ganz anderen Licht. So auch zum Ende des Buches, wenn man denkt, nun alles verstanden zu haben und die Autorin auf einer langen Autofahrt die Geschichte von Jurek aus der Sicht von Tomek, Jureks Sohn, hört und plötzlich klar wird, man steht am Anfang einer ganz anderen Erzählung.

Kiepenheuer & Witsch,

Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben

„… das Cover [enthält] ein Echo der Lektüre des Buches selbst, der Art, wie man hin- und hergerissen ist zwischen Hinschauen und Wegschauen, zwischen Widerwille und Zuneigung.“
Hanya Yanagihara über das Covermotiv ihres Romans

„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara erzählt das Leben von vier Männern in New York, die seit ihrer Collegezeit befreundet sind. Wir lernen sie am Anfang ihrer später erfolgreichen beruflichen Karrieren kennen: Willem ist Schauspieler, muss sich jedoch mit Kellnern über Wasser halten; JB, ein Maler, arbeitet an der Rezeption einer Kunstzeitschrift und möchte als Künstler entdeckt werden; Malcolm arbeitet als Jungarchitekt in einem bekannten Büro; Jude ist ein begabter Anwalt.
Wir werden die vier Freunde in ihrem Leben mit Höhen und Tiefen bis ins höhere Alter begleiten. In Rückblenden und aus wechselnder Perspektive werden die Leser in das Leben der Freunde eingeweiht. Willem, Malcolm und JB lernen wir schnell kennen, erfahren etwas über ihre familiären Hintergründe, ihre Vergangenheit, ihre Begabungen und Schwierigkeiten bei der Identitätsfindung. Im Zentrum steht jedoch Jude, der eine liebenswerte aber gebrochene Person ist. Nach und nach erfahren wir auch etwas über Judes grausame Vergangenheit, seine inneren und äußeren Verletzungen, die Sprachlosigkeit, in der er gefangen ist.
„Ein wenig Leben“ handelt von Missbrauch, Misshandlung, Hilflosigkeit, aber auch von bedingungsloser Freundschaft und Liebe. Dabei wird die Grenze des Erträglichen manchmal fast überschritten. Trotzdem kann man das Buch nicht aus der Hand legen und möchte unbedingt erfahren, wie das Leben der Freunde, das Yanagihara in einer klaren, poetischen Sprache beschreibt, weitergeht.

Roman, Hanser Berlin,

Robert Seethaler: Die Biene und der Kurt

Ein katholisches Mädchenwohnheim. Biene, ein 16-jähriges Mädchen entflieht den seelischen und körperlichen Mißhandlungen. Ihr Leben beginnt...... bis sie dem Kurt, begegnet einem abgehalfterten, auch nicht anpassungsfähigen Alt-Rocker, der es noch einmal wissen will. Aber kann er noch? Kann das gutgehen? Eine platte Volksweisheit jagt die andere, und immer wieder erscheint sich im Laufe dieses Roadies weniger platt und mehr weise, als es sich vorher ahnen ließ. Verblüffend, spannend und sprachlich einfach umwerfend.

Roman, Keinundaber,

Fredrik Backman: Oma läßt grüßen und sagt es, es tut ihr leid

Vom Autor „Ein Mann namens Ove“ geschrieben, ein tiefgründiges, lebenskluges Buch.
Elsa ist sieben - fast acht, lebt mit der Oma in einer Parallelwelt. In der Welt der Märchen, Mythen und Superhelden und in der realen Welt mit Nachbarn, die hoffnungslos zerstritten sind, deren Geschichten und Leben doch miteinander verknüpft zu sein scheinen. Doch wieviel der einen Welt in der anderen steckt, das ist einfach meisterlich erzählt.
Intelligent, melancholisch, frech, chaotisch und anarchistisch - eine würdige Hommage an Astrid Lindgren und unbedingt lesenswert.

Roman, Fischer,

Janine und Katharina Achilles und Mosel: Paragrafen & Prosecco

Das Cover von „Paragrafen und Prosecco“ sticht sofort ins Auge. Und auch beim Lesen der ersten Seiten merkt man schnell, dass das Buch mit viel Spaß und Leidenschaft von den beiden Autorinnen verfasst wurde. Man will es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Vorweihnachtszeit in Hamburg: Für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben will die frischgebackene Rechtsanwältin Karla die Weihnachtsfeier einer renommierten Anwaltskanzlei nutzen. Als sie zufällig auf ihre ehemalige Kommilitonin Ida trifft, hecken die beiden proseccogeschwängert einen Plan aus: Eine gemeinsame Kanzlei!
Dass dabei einiges schief geht und sowohl beruflich als auch privat einige Fettnäpfchen zu umschiffen sind, liegt auf der Hand.

Der erfrischende Roman aus dem Anwaltsalltag ist eine wunderbare Lektüre für laue Spätsommertage oder frostige Winterabende auf dem Sofa bei einem Glas Goiosa. Die Anwältinnen Janine Achilles und Katharina Mosel erzählen Geschichten aus dem Leben, von alltäglichen Momenten und Situationen, die wir alle kennen.

Mit ihrem trockenen Humor sorgen die Autorinnen immer wieder für Lacher. Eine kurzweilige Lektüre für alle, die neben Unterhaltung auch an juristischen Hintergründen interessiert sind.

tredition GmbH,

Patrick Batarilo: Fuck perfection

Wer sich von dem wenig charmanten Titel nicht abschrecken lässt, entdeckt ein vielseitiges Plädoyer gegen die Perfektion im Alltag.
Der Autor testet einen Monat lang im Selbstversuch Verhaltensweisen, die in unserer heutigen Gesellschaft verpönt sind: wie lebt es sich ohne unser Dienstleistungslächeln, ohne Uhr, ohne Social Media?
Dabei macht er interessante Erfahrungen, ihm wird bewusst, was ihm wichtiger ist, als zum Beispiel im Fitnesscenter mit schmerzverzerrtem Gesicht an sich zu arbeiten.
„Wenn wir die Zügel etwas lockerer lassen, fallen wir nicht gleich vom Pferd“, bemerkt er, und fragt sich, ob nicht ein mittelmäßiges, aber entspanntes Leben erstrebenswerter ist, als unsere perfekten Lebensläufe, die interessant klingen, oft aber Potential zum Burnout in sich bergen.
Bei diesem Buch ist es schwer, das Genre festzulegen- jedoch lässt es den Leser gelegentlich aufatmen. Aha, anderen geht es genauso, man macht so vieles, ohne zu reflektieren, was eigentlich nur anstrengende Zeitfresser sind, und was man persönlich seinen Lebensinhalt nennen möchte. Oder wie der Autor schreibt:
„Wer nie ein Glas Wein trinkt, eine Zigarette anrührt, eine Nacht durchfeiert- der nimmt sich selbst so wichtig, dass nichts anderes mehr wichtig ist. Und verpasst über dem Wunsch, ewig zu leben- das Leben.“
Schluss mit der Selbstoptimierung, Fuck perfection!
Das „normale“ Leben kann so lustig und lebenswert sein!
Ein Buch für ein paar sehr entspannte Stunden, wozu jegliche Genussmittel ausdrücklich erlaubt sind.

Riemann Verlag,

Sören Emmzwoaka: Aus dem Leben eines Rüden

"Aus dem Leben eines Rüden" von Sören Emmzwoaka schildert in fast Ephraim-Kishon-artiger Manier die Erlebnisse des Autoren mit seinem unkastrierten Rüden Moritz. In 25 Kurzgeschichten geht es um Hunde und ihre Wechselwirkungen mit anderen Vierbeinern, Katzen, Schuhen, Einbrechern oder Staubsaugern. Besonders toll ist die Geschichte über den "Finalshit", also die allabendliche Notwendigkeit, dem Hund noch mal einen Haufen zu ermöglichen. In der Flut ernst gemeinter Ratgeber eine grandiose Abwechslung!

Satire-Ratgeber, Books on Demand, Norderstedt,

Robert Muchamore: Top Secret 8 - Der Deal

In dem mittlerweile achten Buch der TOP- SECRET Reihe steht der Hauptcharakter James Adams direkt nach seiner kurzzeitlichen Suspendierug wieder einmal vor einer extrem gefährlichen Mission, er muss mit seinen Freunden in den Drogenkrieg zweier konkurriender Banden eingreifen. Tatsächlich kann sich James in die Gang der Mad-Dogs einschleichen und erreicht dort sogar einen hohen Rang.

Doch dadurch muss er in halsbrecherischen Überfällen der Bande mitmachen und begibt sich des öfteren in Lebensgefahr um seine Tarnung aufrecht zu erhalten.

Schaffen es die Agenten von CHERUB am Ende wieder, die Mission erfolgreich abzuschließen, oder scheitern sie an den großen Risiken?

Robert Muchamore schafft es in diesem Roman meiner Meinung nach sehr gut die Spannung in jedem Moment aufrecht zu erhalten und den Leser zu fesseln.

Da die TOP-SECRET Bücher jedesmal eine andere Geschichte erzählen, kann man dieses Buch auch gut als Quereinsteiger in die Reihe rund um die CHERUB-Agenten lesen.

Daher ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss für Leser, die gerne actionreiche Geschichten mögen.

Detektivroman, cbt,

Andreas Greve : "Dichter an Hamburg" - Reimreportagen

Der Ottensener Alltagsdichter ("Hamburger Abendblatt") Andreas Greve hat mit dem STERN-Cartoonisten Til Mette und dem Grafik Designer Michel Löwenherz ein bemerkenswertes Buch herausgebracht: Reim-Reportagen, Hamburg auf den Punkt gebracht; schräge, fröhliche, skurrile Zeichnungen dazu. So mancher Stadtteil wird poetisch aufs Korn genommen. Bei aller Liebe zur Hansestadt: Wahrheit über Hamburg muss sein. Man soll nicht vergleichen. Wer z.B. Ringelnatz, Rühmkorf und Gernhardt mag, wird große Entdeckungsfreude und schöne AUGENblicke mit "Dichter an Hamburg" haben. Tipp: Nach dem Christiansen-Buchkauf am Samstag mal am Spritzenplatz schauen, ob der Dichter mit seinem Poeten-Fahrrad widerwarten dort anzutreffen ist.

Lyrik, Klaas Jarchow Media Buchverlag GmbH & Co.KG,

Heinz Strunk: Der goldene Handschuh

Ein mutiger Autor, der auch noch schreiben kann. Wer den gesellschaftlichen Abgrund beschrei-ben kann, muss sich hinein fühlen und furchtlos die eigene dunklen Seite betrachten können.
Heinz Strunk kann das, ohne den vom Schicksal gezeichneten Menschen ihre Würde zu nehmen.
Wie unumkehrbar die Seelen der Menschen durch den 2. Weltkrieg geschädigt sind, wie die Bruta-lisierung der Gesellschaft zur privaten Brutalität wird, wie wenig der Hass Solidarität zulässt und wie sehr Elend nur wieder Elend erzeugt, bedrückt und macht nachdenklich in einer Zeit, wo Verrohung und Hass gegen alles Fremde zur gesellschaftlichen Norm werden.
Der Selbsthaß wendet sich dann meist gegen die Frauen. (Die gewohnt sind, das Leid der Welt zu tragen?)

Roman, rowohlt,

Anja Marschall: Lizzis letzter Tango

Früher arbeitete Lizzi Böttcher in einer Schlachterei in Hamburg-Altona. Heute, mit 70, jedoch wohnt sie in der teuersten Seniorenresidenz der Stadt. Wie sie sich das leisten kann? Nun, sie hat ein kleines, delikates Geheimnis.
Doch dann fliegt alles auf und sie droht ihr hübsches Appartement in der Seniorenresidenz an der Elbchaussee zu verlieren! Es sei denn, sie findet den Mörder eines geheimnisvollen Mieters der Residenz. Mit hemdsärmeligen Charme, viel Lebensweisheit, einem großen Herzen und entwaffnender Schlagfertigkeit begibt sich Lizzi auf Mördersuche. Gut, dass der pensionierte Kommissar Pfeiffer - mit drei `f`- und die arbeitslose Altenpflegerin Mareike ihr dabei helfen. Die beiden haben alle Hände voll zu tun, die energische Lizzi vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Mit gefiel das Buch super. Ich bin selber Hamburgerin und habe schon lange einen lustigen Regiokrimi gesucht, der eben nicht dieses langweilige Ermittler-Flatterband-Ding durchzieht. Lizzi ist eine Detektivin-wider-Willen. Das gefällt mir. Wenn ich alt bin, will ich auch so sein. Mit vielen Grüßen Andrea Waller.
Achso, ich habe gehört, im Juni kommt schon der nächste Fall für Lizzi Böttcher. Kenne aber nicht den Titel.

Regiokrimi Hamburg, Aufbau Verlag,

Derek Landy: Skulduggery Pleasent

Von allen Skulduggery Pleasent teilen war dieser, wenn man alle Teile zuvor gelesen mit Abstand der beste. Er ist äußerst spannend, es kommen unerwartete stellen und Wendungen, es entscheidet sich viel und er ist lustig. Stefanie und Skulduggery gehen zusammen ein bisschen die Welt retten
und probieren Walküre zurück zu bekommen. Doch Darquise ist kein leichter Gegner...!

Loewe,

Emily Lockhart: Solange wir lügen

Dieses Buch ist eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich war Anfangs etwas skeptisch wegen des Covers und dem "Text" auf der Buchrückseite, der sehr kurz und wie ich fand ziemlich schwach und nichstsagend war. Es klang für mich wie etwas, das man schon tausend mal gelesen hat. Ich habe dann einmal reingelesen und war schon von der ersten Seite (nicht übertrieben) vom Schreibstil begeistert und von der Geschichte auch. Ich war sehr erstaunt das diese Art von Geschichte (Privatinsel, geheimnisumwobene Familie,schreckliches, dunkles Geiheimnis, verlorene Erinnerungen und zwischendurch noch eine Liebesgeschichte) so cool geschrieben, spannend und irgendwie ganz anders sein kann. Ich empfehle dieses Buch jedem weiter der gerne kluge, spannende, anspruchsvollere und gut geschriebene Romane mag.

Jugenliteratur/Roman, Ravensburger Buchverlag,

Emily Lockhart: Solange wir lügen

Dieses Buch ist eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich war Anfangs etwas skeptisch wegen des Covers und dem "Text" auf der Buchrückseite, der sehr kurz und wie ich fand ziemlich schwach und nichstsagend war. Es klang für mich wie etwas, das man schon tausend mal gelesen hat. Ich habe dann einmal reingelesen und war schon von der ersten Seite (nicht übertrieben) vom Schreibstil begeistert und von der Geschichte auch. Ich war sehr erstaunt das diese Art von Geschichte (Privatinsel, geheimnisumwobene Familie,schreckliches, dunkles Geiheimnis, verlorene Erinnerungen und zwischendurch noch eine Liebesgeschichte) so cool geschrieben, spannend und irgendwie ganz anders sein kann. Ich empfehle dieses Buch jedem weiter der gerne kluge, spannende, anspruchsvollere und gut geschriebene Romane mag.

Jugenliteratur/Roman, Ravensburger Buchverlag,

Christoph Poschenrieder: Mauersegler

5 Freunde Gründen am Ende des Lebens eine WG. Wer sagt,dass man die letzten Seiten im Buch des Lebens alleine aufblättern muss. Eine interessante Geschichte .Man schmunzelt über manche Szenen, vieles stimmt nachdenklich und macht traurig. Trotzdem ein tolles, tiefsinniges Buch,macht Lust auf mehr von Poschenrieder zu lesen.

Diogenes,

Miranda July: Der Erste Fiese Typ

Verlogen. Der Klappentext ebenso wie die Heldin, die sich ihre Identität borgt, in dem sie intrigiert und ihre Umgebung manipuliert, ohne sich für ihr Handeln zu verantworten. Ihre Geschwätzigkeit trügt, sie lebt nicht ihr Leben, sondern das der anderen. Scheinbar altruistisch sehnt sie sich nach Beziehungen, die sie selbst gar nicht führen kann. Sie liebt Philipp, der mit der Tochter ihres Chefs ein Kind zeugt, das von quasi als Leihgabe ausgetragen zur Adoption freigegeben wird, um dem geliebten Philipp dann zu zeigen, wie überflüssig er ist.
Gruselig oder um es auf Neuhamburgisch zu sagen: Geht´s noch?

Roman, Kiepenheuer & Witsch,

Van der Kwast Ernest: Fünf Viertelstunden bis zum Meer

Über die Zeit in der Liebe. Sie liebt mich – sie liebt mich nicht. Am Strand Apuliens verliebt sich Ezio in die tollkühne Giovanna. Kaum hat er ihr seine Liebe gestanden, ist er auch schon enttäuscht, nicht so schnell und nicht so stürmisch wiedergeliebt zu werden. Er kennt nur sein Verlangen und weiß nicht, daß auch Liebe Zeit braucht und wachsen muß. So verläßt er seine Heimat und geht als Apfelpflücker nach Südtirol - bis eines Tages ein Brief eintrifft.
Ein kleines kostbares Buch.

Mare,

Jocelyne Saucier: Ein Leben mehr

Ein wunderbares Buch. Über die Liebe, Über das Alter. Über das Leben. Über den Wald. Über Waldbrände, den Tod und das Leben.
Eine 82-jährige, schwer psychiatrisierte Frau dringt in eine zufriedene Männergemeinschaft ein;
eine Fotografin folgt den Spuren des großen kanadische Waldbrandes und entdeckt, wie Traumatisierungen gelebt werden können.
Spannend, bewegend und Empathie fordernd.

Insel,

Jasper Fforde: Die letzte Drachentöterin

Die 15 jährige Waise Jennifer Strange ist die Leiterin des Zauberervermittlungs Unternehmens Kazam, eines der letzten in den "Ununited Kindoms", bei dem ganz normale Tätigkeiten wie Kabel verlegen oder Pizza ausliefern mit Magie erledigt werden. Leider laufen die Geschäfte nicht sonderlich gut, da die Magie immer mehr abnimmt. Manche Glauben, dass dies mit den Drachen zusammen hängt, und nun soll auch noch der letzte von ihnen getötet werden. Und zwar von Jennifer.
Die letzte Drachentöterin ist ein spannendes, witziges und vor allem ein fantasievolles Buch, das in einer abgedrehten Welt, die eine Mischung aus Mittelalter und Moderne ist, spielt.

Bastei Lübbe,

Esme Lammers: Lang lebe die Königin

Die achtjährige Sara lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Großvater in einem kleinen Ort in Holland. Von ihrem Vater weiß sie nur, das er in Südafrika lebt. Dann entdeckt sie ein wunderschönes altes Schachspiel und sie weiß: Sie will Schachspielen lernen. Doch weder ihre Mutter noch ihr Lehrer wollen ihr helfen. Ihre Mutter mag Schachspielen nicht und ihr Lehrer meint, es sei viel zu schwer für sie und sie müsse erst bessere Noten schreiben. Einzig ihr Schulfreund Victor und dessen Vater, dem das Schachspiel gehört, glauben an sie. Und natürlich die weiße Königin. Denn in Saras Hand erwachen die Figuren zum Leben und mit ihnen zusammen erfindet sie das Schachspiel noch einmal. Denn Sara hat einen Wunsch: Sie möchte auf einem Simultanturnier gegen den berühmten Schachspieler Bob Hooke spielen, nicht nur um allen zu beweisen, dass Schachpielen keine Frage von guten Noten ist, sondern auch um mehr über ihren Vater heraus zu finden...

Ein wunderschönes, lebendig erzähltes Buch das einfach in jedes Kinderbuchregal gehört.
Mein absolut unangefochtenes Lieblingskinderbuch, das ich immer noch gerne wieder hervorhole!!!
Ab acht Jahren.

Verlag Freies Geistesleben,

John Corey Whaley: Das zweite Leben des Travis Coates

"Es heißt, man stirbt nur einmal.
Dem muss ich widersprechen."
Travis hätte nie gedacht, dass diese absurde und völlig verrückte Idee Realität werden könnte. Sein Kopf wurde eingefroren und er hat einen neuen Körper bekommen. Damit muss er erstmal klarkommen. Doch vor allem, muss er aufhören, in der Vergangenheit zu leben. Seine Freundin dazu bringen, sich ein zweites mal in ihn zu verlieben. Und seinen schwulen besten Freund davon zu überzeugen, dass man zu sich selbst stehen sollte. Dieses Buch ist witzig und traurig zugleich. Es sagt uns, dass es egal ist, wer wir waren und eigentlich nur darauf ankommt, wer wir sein wollen. Travis cooler Humor, sein lustiger neuer Freund Hatton und der großartige Erzählstil machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem...
VORSICHT SUCHTGEFAHR

Jugendbuch, Hanser,

Julian Barnes: Lebensstufen

„Jede Liebesgeschichte ist eine potenzielle Leidensgeschichte. Wenn nicht gleich, dann später. Wenn nicht für den einen, dann für den anderen. Manchmal auch für beide.“ Das Zitat findet sich im zweiten von drei Essays des kleinen Bändchens von Julian Barnes. Beschreibt der erste „Die Sünde der Höhe“ die Abenteuer der ersten Ballon-Pioniere im 19. Jahrhundert, leichte, komische und aufregende Geschichten, die zweite „Auf ebenen Bahnen“ die Affäre von einem dieser Abenteurer mit dem exzentrischen Schauspiel-Star Sarah Bernhardt, geht es im dritten Teil „Der Verlust der Tiefe“ um den Tod von Pat Kavanagh, der Frau des Autors. Radikal ehrlich, anrührend, aber analytisch glasklar und absolut unsentimental beschreibt Barnes hier die Zeit nach dem Verlust des geliebten Menschen, die – meist als unangemessen empfundenen – Reaktionen der Freunde auf seine Trauer und seine Versuche, den Schmerz über den Verlust in das eigene Leben zu integrieren. So kreisen die Gedanken in diesem letzten Teil nicht eigentlich um den Tod, sondern um die Liebe, die mit dem Tod nicht endet.

Kirsten Fuchs: Mädchenmeute

Acht Mädchen sind in den Sommerferien mehr oder weniger freiwillig zu einem Überlebenscamp angemeldet. Schon als sie von der Campleiterin abgeholt und zu einem recht abgewrackten Gelände mit verwahrlosten Gebäuden eines früheren DDR-Jugendlagers gebracht werden, merken sie schnell, dass etwas nicht stimmt: Der Busfahrer verschwindet, die Leiterin zunächst auch... Schon bald beschließen die Mädchen, das Überlebenstraining in die eigenen Hände zu nehmen. Ein wunderbares Buch!

Roman, rowohlt,

Karen Köhler: Wir haben Raketen geangelt

Ein Tabubruch. Ein schwermütiges und mutiges Buch. Eine junge Frau, die Ich-Erzählerin, kommt mit dem Leben nicht wirklich zurecht. Sie ist nicht wirklich anwesend und stolpert von einer skurilen Begegnung zur nächsten. Geschichten die eindrucksvoll erzählt sind und den Leser immer wieder fragen lassen, warum dies Leben nicht funktioniert und ob man ihre Entscheidung respektieren kann.

Bernd B. Badura: Werke eines großen Meisters

"Werke eines großen Meisters" lautet der Titel des Buchs, das Schapo Klack zu Beginn der Geschichte in den Händen hält, die mich in den letzen Monaten so oft verzaubert hat. Doch leider hat der Bibliothekar der Traumwelt nicht viel Zeit, in das Buch hinein zu schauen, denn gerade, als er es entdeckt, tritt Morpheus, der Herr der Traumwelt an ihn heran, mit einem Auftrag, der auf keinen Fall warten kann. Er muss in die Welt der Realität reisen, um die Träume der Menschen zu retten. Doch was Schapo Klack dort erwartet, hat er bis dahin nur in seinen geliebten Büchern erlebt.

Roman,

Dave Eggers: Der Circle

Mae Holland ist froh, glücklich und dankbar nach dem Studium ein Stelle in einem großen Internetkonzern zu erhalten. Gleich am ersten Tag fühlt sie sich angenommen und akzeptiert. Sie lernt schnell, lernt vor allem darauf zu achten, genug Follower zu bekommen. Und doch überkommt sie, wenn Schwierigkeiten auftreten, immer wieder die Angst, den Ansprüchen der Kollegen nicht entsprechen zu können und vor allem, ihre Förderer zu enttäuschen.
Immer mehr wird an dem sozialen Netzwerkgewebt, nur im Interesse der Firmenmitglieder und der Follower, die es nicht zu enttäuschen gilt. Macht die totale Kontrolle glücklich? Gibt es ein Recht auf eigene Fehler und eigene Dummheiten? Das Internet – ein Segen oder ein Fluch?
Gewinnen wir unser Leben erst wieder zurück, wenn wir auf ein Leben im Netz verzichten?

Roman, Kiepenheuer und Witsch,

Raquel J. Palacio: Wunder

Wie viel Glück und Freunde braucht man, um seinen Platz im Leben zu finden?
August Pullman ist 10 Jahre alt, ein wundervolles Kind, klug, witzig, intelligent. Doch sein Gesicht ist entstellt. Es kann nicht als Gegenüber erkannt werden, es ist nicht wie man selbst zu sein denkt, es hält einem einen Spiegel vor Augen. Erkennt man hier die eigene Deformation und lehnt den anderen deswegen ab?
Nun soll August endlich eingeschult werden, in die 5. Klasse. Das Unglück und dann doch das Glück nimmt seinen Lauf. Geschildert wird diese mitreissende Geschichte in verschiedenen Perspektiven (August selbst, Mutter, Vater, Schwester, Freunde.
„Was schön ist, ist gut, und wer gut ist, wird bald schön sein.“ (Sappho). Ein sehr gutes und guttuendes Buch.

Roman, Hanser,

Elisabeth Zöller: Anton oder die Zeit des unwerten Lebens

Das in Deutschland zur Zeit des Regimes der Nationalsozialisten kurz vor und im 2. Weltkrieges spielende Buch “Anton oder die Zeit des unwerten Lebens” von Elisabeth Zöller, das im Jahr 2004 erschien, handelt von dem 1932 geborenen Jungen Anton, der durch einen Unfall zum Behinderten wurde. Durch den Unfall stottert Anton, hat eine Lähmung in der rechten Hand und eine Störung des Sprachzentrums die ihn geistig behindert.
Das Buch ist nach einer wahren Geschichte geschrieben, Elisabeth ist die Nichte von dem im Buch Anton genannten Jungen.
Das Buch erzählt wie eine Familie in der Nazizeit mit einem Sohn, der laut Hitler als minderwertig angesehen wurde, zurecht kommt.
Die Nazis bauten sogar eine Organisation auf die Juden und Behinderte tötete. Als Anton in die Schule kam wurde er von seinen Mitschülern ausgelacht getreten und fertig gemacht, aber seine Eltern schickten ihn immer wieder in die Schule da nur “normale” Kinder in die Schule gehen, so versuchten sie sein Leben zu schützen. Als Anton eines Tages von den Nazis abgeholt werden soll, versteckte die Mutter von Anton, Anton bei ihrer Freundin auf dem Land was ihr sehr schwer fällt. Die Freundin besorgte Anton noch einen Totenschein, so dass Anton vor weiteren Verfolgungen geschützt ist.
Das Buch beschreibt auf eine schöne Art und Weise wie toll es für die Familie war Anton zu haben trotz aller Anfeindung.

Am tollsten fand ich die Schlussstelle mit der Geschichte von Anton, die er selber gemalt und geschrieben hat, außerdem gefällt mir auch besonders der Epilog.
Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen.

Jugendbuch, Fischer,

Jenny Erpenbeck: Aller Tage Abend

Was ist Schicksal, was ist Zufall, was bestimmt unser Leben? Leben ist immer auch Vergangenheit und Zukunft und selten Gegenwart? Jenny Erpenbeck versteht es meisterhaft, die verschlungenen Lebenspfade zu verweben. Ist es die Tochter, von der gerade die Rede ist, oder schon die Großmutter? Nur die Zeitabläufe, gebrochen durch Rückblicke, scheinen konsequent erzählt. Die Verfolgung unter dem Nationalsozialismus genauso wie die Verfolgung unter Stalin. Für eine gute Sache zu kämpfen und doch auf der falschen Seite zu stehen. Eine Sprache, die wirklich auf der Zunge zergeht und im Kopf Freudensprünge auslöst. Sehr lesenswert.

Roman, Knaus,

Cord Buch: Mord im Viertel

„Mord im Viertel“ ist eine flott erzählte Geschichte um links-alternativen Widerstand in Metropolen, insbesondere um den Widerstand gegen Luxussanierung und Vertreibung. Die darin verwickelten Personen haben deutliche Konturen, ohne dass viele Details ausgebreitet werden. Das Lebensgefühl und der Lebensstil verschiedener Generationen politisch engagierter Großstadtmenschen pulsieren zwischen den rasch an Fahrt aufnehmenden Ereignissen. Spannung entsteht außerdem durch Selbstgespräche einer lange unbekannt bleibenden Person, die die Kapitel einleiten. Diese Person reflektiert ihre eigene Verstrickung in die Vorkommnisse und deren mörderischen Folgen.
Cord Buch entwirft eine Protagonistin außerhalb der monogamen Norm: Nele, eine politisch aktive Journalistin Mitte 50, lebt in einem Geflecht aus mehreren sexuellen Beziehungen. Sie genießt deren Fülle und bemüht sich um Offenheit und Verbindlichkeit. Sie geht ihren Weg und macht kein großes Aufhebens davon. Auf moralische Einwände geht sie nicht ein, auch nicht auf die ihres Sohnes. Als es im Zuge der Auseinandersetzungen um die Sanierung ihres Stadtviertels zu Toten kommt, gerät sie zwischen die Fronten.
„Mord im Viertel“ ist ein Krimi, in dem die ermittelnden Beamten eine eher untergeordnete Rolle spielen. Sie fahnden nach gängigem Muster, entlang aller politischen und sexuellen Vorurteile. Damit sind sie auf dem falschen Dampfer und liegen dennoch nicht daneben.

Krimi, edition- oberkassel,

Sefi Atta: Nur ein Teil von dir

Klappentext

Aus dem Englischen von Eva Plorin. Die Nigerianerin Deola ist 39 und hat viel erreicht. Sie arbeitet in London als Wirtschaftsprüferin internationaler Hilfsorganisationen. Sensibel und aufmerksam wie ein Seismograph nimmt sie täglich die Ignoranz ihrer Mitmenschen gegenüber der afrikanischen Wirklichkeit in beiläufigen Worten und Gesten wie haarfeine Stiche wahr. Als Deola beruflich nach Nigeria fliegt, sieht sie ihre Familie und Freunde wieder, und die Reise wird zum Prüfstein für ihre Gefühle. Sie muss sich den Erwartungen der Familie entziehen, deren Vorstellungen von einem erfüllten Frauenleben immer noch untrennbar mit Ehe und Mutterschaft verbunden sind. Auch wird sie wieder mit der Wirklichkeit des Lebens im Moloch Lagos konfrontiert, und so steckt sie fest zwischen den beiden Anteilen ihres Lebens. Deolas Reise bringt alles in Bewegung, und am Ende fällt sie eine Entscheidung, die ihr Leben in neue Bahnen lenkt.

Dimitri Verhulst: Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Ein über 70-jähriger Bibliothekar hat das Leben mit seiner nervtötenden Frau satt und zu seinen Kindern hat er auch keinen richtigen Kontakt. Also beschließt er irgendwann, den Demenzkranken zu spielen und spekuliert mit einer Unterbringung im Heim. Da spielt er seine Rolle überzeugend weiter... "Obwohl die Tat selbst vollkommener Absicht entspringt, geht es mir sehr gegen den Strich, dass ich jede Nacht wieder ins Bett scheiße. Mich zu dieser entwürdigenden Aktion zu erniedrigen ist wahrlich die unangenehmste Konsequenz des ziemlich verrückten Wegs, den ich auf meine alten Tage gewählt habe. Doch ich würde das Pflegepersonal misstrauisch machen, wenn ich mein Nachtzeug unbeschmutzt ließe. Um nicht aus der Rolle des senilen Altenzu fallen, habe ich keine andere Wahl, als mir in regelmäßigen Abständen in die Windeln zu machen. Denn das ist es in der Tat: eine Rolle. So dement, wie ich die Außenwelt glauben zu machen versuche, bin ich überhaupt nicht!"

Komisch ist das Buch. Und traurig. Und wunderschön gestaltet!

Roman, Luchterhand,

Jürgen Bauer: Das Fenster zur Welt

Der Roman erzählt die Geschichte einer alten Frau, deren hundertjährige Mutter gerade gestorben ist, und eines jungen Mannes, der nach einer Trennung nicht mehr weiß, was er vom Leben will. In einer skurril-komischen Szene beim Speeddating treffen die beiden aufeinander und bemerken, dass sie sich von früher kennen.
Gemeinsam starten sie eine Reise in die Vergangenheit, die beide vor die Frage stellt, was sie vom Leben noch erwarten.

Das Buch beginnt sehr melancholisch, von einer leisen Trauer über Verlust durchzogen. Doch spätestens mit dem Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren kommt auch eine Komik ins Spiel, die ich sehr mochte, weil sie nie zu aufdringlich war. Der Autor verrät außerdem nur manche Details über seine Figuren sofort, vieles entdeckt man erst im Laufe des Romans, so zieht sich eine ganz eigene Spannung durch den Text und man entdeckt immer wieder neue Aspekte, kann nie einschätzen, wie die Handlung sich weiterentwickeln wird, welchen Hintergrund, welche Beweggründe die Figuren haben.

Das Buch hat nur knapp 180 Seiten, dennoch lese ich auch kurze Bücher selten in einem Rutsch durch. Hier konnte ich es nicht weglegen. Große Lektüreempfehlung!

Roman, Septime Verlag,

John Boybe: Das späte Geständnis des Tristan Sadler

In diesem Buch geht es um Tristan sadler, der nach dem 1. Weltkrieg zu der Schwester eines gefallenen Kameraden fährt, um ihr die Wahrheit über seinen Tod zu erzählen..

Das Buch ist von der ersten bis zu letzten Seite spannend und hat ein dramatisches, trauriges und gut durchdachtes Finale. Vor allem hat der Schluss mich begeistert, weil er unvorhersehbar ist und man wirklich nachhaltig überrascht und fasziniert ist.

Außerdem ist es sehr schön, in der Ich- Form, geschrieben und man kann sich in jeder Situation in Tristan hineinversetzen!

Ein toller Roman

Roman, Piper,

Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war


Ein Junge wächst auf als Jüngster von drei Brüdern auf dem Gelände der kinder- und jugendpsychiatrischen Anstalt in Schleswig. Sein Vater ist Direktor dort und die Familie lebt mittendrin, im ganz normalen Wahnsinn. Abends schlummert Josse friedlich ein begleitet vom Heulen und Wimmern der jungen Patienten.
Tagsüber reitet er auf den mächtigen Schultern eines glockenschwingenden Riesen über das Anstaltsgelände und ist glücklich dabei.
Josses Vater, der „Bildungsbuddha“ nähert sich den Dingen am liebsten theoretisch von seinem Ohrensessel aus. Hier liest er sich mit großer Begeisterung ein, z.B. in die hohe Kunst des Segelns, in nautische Abenteuer auf den sieben Weltmeeren. Er kauft euphorisch ein Segelboot, noch bevor er den Segelschein in der Tasche hat und lässt seinen Traum schließlich kentern, als er auf der Schlei in Seenot gerät – bei Flaute. Komisch, oft skurril sind die Szenen, in die Joachim Meyerhoff uns Leser hineinzieht. Die Menschen aber sind es nicht. Sie kommen mir nahe, sind lebendig und liebenswert auch oder gerade im Scheitern.

Bei allem Sinn fürs Komische zieht sich als roter Faden das Thema Verlust und Tod durch das Buch. Das Leben dieser besonderen Familie wird nicht zuletzt durch den tödlichen Unfall des mittleren Sohnes geprägt und es endet... aber lesen Sie selbst.

„Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ habe ich mit großer Freude genossen, ich sprang mitten rein in diese außergewöhnliche Welt, die mir auf seltsame Weise immer vertrauter wurde. Ein Buch zum selber lesen und verschenken.

Joachim Meyerhoff: Alle Toten Fliegen Hoch - Amerika

Ein tolles Buch, witzig, intelligent, facettenreich und spannend. Die Pubertät. Die Neugier. Das Wissen, darum, dass irgendetwas Besonderes noch kommen muss. Und überraschenderweise auch kommt. Die ersehnte erste Liebe, betrogen vom Traum, Basketballspieler in den USA werden zu wollen. Die ersehnte Karriere als Spieler, möglich nur, weil ein Trainer unbedingt einen Deutschen im Team haben will. Und dann die Bilder. Assoziativ, frei und ausgemalt immer wieder mit neuen Geschichten. Und dann das Tempo und der Rhythmus beim Erzählen: Ein Lesevergnügen der besonderen Klasse.

Roman, KiWi,

Geert Mak: Amerika! Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Der niederländische Autor Geert Mak, der 2008 mit dem Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung ausgezeichnet wurde, hat ein neues Buch geschrieben, das von der ersten Seite an fesselt. Der Autor hat sich im Jahre 2010 auf die Spuren des großen amerikanischen Schriftstellers John Steinbeck begeben, der 50 Jahre zuvor mit seinem Pudel Charley in einem umgebauten Transporter sein Land erkundet hat. Der Route des berühmten Kollegen folgend, vergleicht Mak die damaligen Impressionen Steinbecks mit den eigenen Eindrücken. Und die sind zutiefst widersprüchlich, was angesichts der schieren Größe des Landes, seiner gegensätzlichen Landschaften, der vielen verschiedenen Ethnien, Religionen und Kulturen und nicht zuletzt wegen gegenläufiger wirtschaftlicher Entwicklungen in den Bundesstaaten nicht verwunderlich ist. Mak hat zahlreiche amerikanische Freunde, bereist das Land seit Jahrzehnten und mag es vor allem. Das erklärt, warum der Schriftsteller nicht als kühler Beobachter daherkommt, sondern mit Leidenschaft und Empathie erzählt. Das gilt in erster Linie für viele von ihm wahrgenommene Fehlentwicklungen. Mak beschreibt etwa den Niedergang der ländlichen Räume, der Industrieproduktion und der öffentlichen Infrastruktur. Auch entgeht ihm nicht das zunehmende Auseinanderdriften der amerikanischen Gesellschaft in ökonomischer, politischer, religiöser und ethnischer Hinsicht. Dabei schreibt er ohne den erhobenen Zeigefinger des europäischen Kulturbürgers. Der Autor bietet einen leichthändig geschriebenen Abriss der amerikanischen Geschichte, scharfsinnige Analysen zum aktuellen Zustand der USA und vor allen Dingen farbige, atmosphärisch dichte Beschreibungen von Land und Leuten. Mitunter wähnt sich der Leser selbst in einem kalifornischen Mammutwald oder in dem Diner einer Kleinstadt des Mittelwestens. Wer dieses unglaublich spannende, kenntnisreiche und glänzend formulierte Buch gelesen hat,der wird dieses faszinierende, aber auch verstörende Land weitaus besser verstehen.

Sachbuch, Siedler Verlag,

Hernan Rivera Letelier: Die Filmerzählerin

Ein wunderbares, schmales und konzentriertes Buch voller Poesie, die – Walter Benjamin läßt grüßen – besonders in der Armut und im Leid zu blühen scheint.
Nicht alle können sich einen Kinofilm leisten. Also geht einer ins Kino und erzählt den anderen, was er gesehen hat. Ein zehnjähriges Mädchen, Maria Margarita, kann Filme besonders gut nacherzählen und spielerisch darstellen. Sie verzaubert die ganze Minensiedlung. Jung von der Mutter verlassen, die mehr vom Leben wissen wollte, bleibt sie in der Siedlung. Schließlich gibt es keine Arbeit mehr, aber Touristen, denen sie die Geschichte von dem Mädchen, das Filme anschaulich machen konnte, erzählt.

Insel Verlag,

Cornelia Manikowsky: Hund!

Welches Kind hat nicht den Wunsch nach einem Hund!? So ist es auch bei Moritz, der Hauptfigur dieser verrückten, nuancierten und zugleich sehr lustigen Geschichte, die von Hunden, gefräßigen Gürteltieren und obercoolen großen Brüdern handelt und dabei zugleich von Freundschaft und der Kraft der Fantasie auf überaus lebendige Weise erzählt.

Weil Moritz’ Mutter eine Allergie hat, muss er seinen Traum von einem Hund aufgeben, während sein bester Freund Viktor eines Tages mit einem süßen Welpen auftaucht. Klar, dass Moritz eifersüchtig ist und Viktor jetzt aus dem Weg geht. Eines Nachts aber rumpelt es ihn Moritz Schrank. Und auch wenn er es zunächst nicht glauben mag, dieses komische Etwas, das sich da herauskugelt, entpuppt sich als ein Tier, sein Tier, aber kein Hund, nein, es ist vielmehr ein überaus verfressenes, freches und fröhlich vor sich hin rülpsendes Gürteltier, das sich bei Moritz einquartiert und für das er fortan sorgt – was nicht immer ganz einfach ist. Moritz liebt das verschrobene Gürti, füttert es und liest ihm seine Lieblingsbücher vor. Inspiriert von den verrückten Ideen seines heimlichen Mitbewohners bietet Moritz nicht nur seinen überheblichen Bruder fortan Paroli und lernt ihn dadurch plötzlich von einer ganz anderen Seite kennen, sondern er geht auch auf Viktor wieder zu und weiht ihn in sein Geheimnis ein. Und es ist schließlich auch sein bester Freund, der ihm dabei hilft, sich schweren Herzens von dem inzwischen riesigen und stinkenden Gürti wieder zu verabschieden. Wohin es verschwindet, wird hier noch nicht verraten…

Absolut empfehlenswertes Kinderbuch zum Selbst- oder Vorlesen: zum einen wegen der lebendigen Sprache von Cornelia Manikowsky, des differenzierten Umgangs mit existenziellen Themen in Verbindung mit Humor und Sprachwitz, zum anderen auch wegen der schönen Illustrationen von Miriam Zedelius und der liebevollen, ansprechenden Gestaltung des Buches insgesamt durch die „edition buntehunde“ .

Kinderbuch, illustriert von Miriam Zedelius, edition buntehund,

Alex Capus: Leon und Louise

Allen Liebenden und denen die lieben wollen empfohlen. Zwei Menschen vom Leben auseinandergerissen leben ihre gemeinsames Leben auch in der Distanz und ab und an in großer Nähe. Unabhängigkeitsdrang und Pflichtgefühl, Verantwortung für eine Liebe und Sehnsucht nach einer anderen. Ein großer Spannungsbogen, der mit seinem Ende beginnt.

Roman, dtv,

Claudie Gallay: Die Brandungswelle

Ein gutes Buch übers Flüchten, Stehenbleiben, Standhalten, Abkehren, Zurückkehren. Wellenartig wird in kurzen Sätzen von der Schwermut und dem schweren Leben in einem Fischerdorf am französischen Atlantik erzählt. Einer Ornithologin, selbst auf der Flucht vor ihren Erinnerungen gelingt es, das Geheimnis dieses Dorfes zu entschlüsseln und wieder zu lieben. Spannend und schön erzählt.

Roman, btb ,

Gräfin Elena Eligir Freddy Menzel: Unsere Auswanderung zwischen Traum und Alptraum

In der Geschichte schildern zwei alte Rentner ihre Auswanderungserlebnisse nach Paraguay. Sie wollen mit ihrer Auswanderung einem möglichen tödlichen Schicksal entfliehen. Ohne überlange Einleitung fesseln die Autoren die Leser an ihr Werk, indem diesen schwungvoll ein Ereignis nach dem anderen mitgeteilt wird. Die Erlebnisse sind sehr vielschichtig und wechseln zwischen lustig und traurig. Man erlebt beim Leser alles wirklich mit. Dabei unterstützen die Autoren ihre Leser mit vielen Fotos und auch sehr gekonnten Zeichnungen der Protagonisten, wodurch sie ihren Lesern lange Personenbeschreibungen ersparen. Ausgesprochen schön und interessant sind die eingefügten Auswanderungserlebnisse anderer Auswanderer und als Sahnehäubchen die kleinen Lebensgeschichten der Autoren, die sie sehr passend regelmäßig mit den Worten "Es war..." beginnen lassen. Einziger negativer Punkt an der Erlebnisgeschichte ist, dass nach 567 Seiten schon Schluss ist. Aber die Leser können sich auf einen offensichtlich noch folgenden Teil 2 freuen.

literarische Erlebnisgeschichte, Wagner Verlag,

Markus Zusak: Der Joker

Ed Kennedy ist ein perspektivloser Taxifahrer in einem kleinen Kaff in Amerika. Seit er einen Banküberfall verhindert hat, werden ihm Spielkarten mit unbekanntem Absender zugeschickt. Diese Karten verändern sein Leben und so wird er plötzlich, durch ungewöhnliche Umstände zum Helden.
Ein Buch über Mut, Freundschaft, Verlust und einem sabbernden Hund namens Türsteher.

Der Joker gewann 2007 den deutschen Jugendliteraturpreis.

cbt,

Watt Key: Niemandsland

Hal, ein krimineller Vierzehnjähriger, wird in den Jugendknast Hellenweiler eingewiesen, eines der berüchtigsten Jugendgefängnisse überhaupt. Vorher schließt er mit seinem Vater einen Pakt: Hal wird keinen Ärger machen und sich friedlich verhalten und sein Vater wird keinen Tropfen Alkohol mehr anrühren. Wenn jeder seinen Part erfüllt, darf Hal schon nach zwei Wochen gehen. Doch schon bald merkt Hal, dass er die Rechnung ohne die Gangs und die Wärter des Gefängnisses gemacht hat.

Thriller/ Jugendbuch ab 12, Dressler,

Saci Lloyd: Euer schönes Leben kotzt mich an!

Die 16-jährige Laura Brown lebt in London zur Zeiten der Energierationierung in Großbritannien. Auf Grund des schnell voranschreitenden Klimawandels muss der CO2 Ausstoß rapide verringert werden. Dafür hat die Regierung Großbritanniens ein Gesetz erlassen. Jeder Bürger kann von nun an nur eine bestimmte Menge Energie pro Monat verbrauchen. Das heißt, Sandwichtoaster, Eiswürfel im Drink, Auto fahren oder ein Urlaub auf Ibiza gehören jetzt der Vergangenheit an.
Umweltsünder, die sich nicht an diese Vorschriften halten, müssen in ein Umerziehungscamp. Nach einer Weile wird auch das Trinkwasser knapp und Umweltkatastrophe jagt Umweltkatastrophe.
Plötzlich muss Laura nicht mehr nur für ihre Band und ihre große Liebe, sondern um ihr nacktes Überleben kämpfen.

Arena,

Wolfgang Schorlau: Die letzte Flucht

Woh, was für ein Roman. Spannend, tragfähig in der Konstruktion und ausgezeichnet recherchiert. Dieser Krimi lä0t grausam zum Leser, denn der ist betroffen.
Dengler ein vormaliger BKA-Ermittler, stößt als Privatdetektiv auf Machenschaften, wie sie im Waffengeschäft, Drogenhandel und ... in der Pharmaindustrie üblich sind.
Wenn Medizin zum Geschäft wird!
Allen Krimiliebhabern, Ärzten und Patienten empfohlen.

Kriminalroman, Kiepenheuer u. Witsch,

Elisabeth Theres: Hoffnung in der Hölle der Angst

Eigentlich enthält der Titel bereits alles, worüber die Autorin schreibt: Ihr Leidensweg voll Angst und Panik - eine Hölle, aus der Theres großteils aus eigener Kraft zurückfand, zurück in ein Leben voll Lebensfreude, mit Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit und einer Erfahrung: Im Innersten jedes einzelnen Menschen wohnen Kräfte, die es gerade in schwierigen Situationen gilt zu mobilisieren. Damit stärkt sie aber auch die Hoffnung all jener, die sich nach eigenem Empfinden auch in einer Hölle befinden und macht ihnen Mut, auf sich selbst zu vertrauen.
Die Lebensnähe, die Theres so eindrucksvoll schildert, lässt den Leser von Seite zu Seite gespannt darauf warten, wie es weitergeht. Dramatisch, berührend aber auch informativ gibt sie tiefe Einblicke in das Seelenleben der Erkrankten, was bei deren Mitmenschen zu einem besseren Einfühlungsvermögen führen kann, womit den Betroffenen schon viel geholfen ist.

Romanhafte Biografie, Vindobona Verlag,

Cay Rademacher: Der Trümmermörder

Dieser Thriller wird vor allem Hamburger nicht kalt lassen, da sie zwar manche Straßennamen, in der Regel aber nicht das trostlose Aussehen ihrer Stadt in dem besonders kalten Winter 1947 wiedererkennen werden. Viele Straßenzüge liegen in Trümmern, die überlebende Bevölkerung wohnt zum Teil in den alten Luftschutzbunkern oder Nissenhütten, der Mangel an Strom, Brennmaterial, kalorienreicher Nahrung und wärmender Kleidung ist empfindlich spürbar.
In dieser Atmosphäre wird Oberinspektor Stave von der Kriminalpolizei viermal zu den nackten, nicht-identifizierbaren Opfern des so genannten Trümmermörders gerufen, und die Hamburger Behörden samt Bürgermeister sind sehr daran interessiert, diesen – übrigens authentischen – Fall so schnell wie möglich zu lösen, um in der Bevölkerung keine Unruhe und Panik aufkommen zu lassen.
Das Buch, für das GEO-Redakteur Cay Rademacher sehr gründlich recherchiert hat, führt den Leser in verschiedene Hamburger Stadtteile und in die Welt des Schwarzmarktes, der Flüchtlinge, der Abgestumpften, der Displaced Persons, der überlebenden Juden und einiger immer noch lebender Nazi-Täter.
Bis zur letzten Seite ein spannender Roman, ein Fall für den Rademacher seine eigene Lösung gefunden hat, die es in Wirklichkeit nie gab…

Thriller, Dumont,

Jozsh Bazell: Schneller als der Tod

Ein rasanter Roman, genau und treffsicher erzählt. Auf 300 Seiten sucht der Ich-Erzähler, den Mord an seinen Großeltern aufzuklären, als Arzt im Krankenhaus abgefüllt mit einem Drogencocktail von Amphetaminen und Beruhigungsmitteln trotz Pflegekräftemangels und 2-Klassenmedizin verantwortlich zu handeln,seiner eigenen Mafia-Vergangenheit zu entgehen und schließlich mithilfe des eigenen Wadenbeins zu überleben.
Selten einen Roman gelesen, der seine Geschichte zu konsequent, intelligent und zynisch mit dem Blick des Verlierers erzählt.

Roman, S. Fischer,

Autumn Cornwell: Carpe Diem

Vassar ist ein 16-jähriges Mädchen, die für alles einen Plan hat. Sie weiß, was und wo sie studieren wird, welche Preise sie gewinnen wird, wie ihr zukünftiger Mann sein sollte (einen 1,92m großen, blonden Chirurgen oder Richter).
Das komplette Gegenteil bildet ihre Großmutter Gerd. Sie reist planlos durch die Welt und bastelt in ihrer Freizeit an ungewöhnlichen Kunstwerken.

Zu ihrem Geburtstag schenkt Gerd ihrer Enkelin eine gemeinsame Reise quer durch Südostasien und bereitet ihr damit alles andere als ein Vergnügen. Denn zum ersten Mal hat Vassar keinen Plan und zudem ein Familiengeheimniss, dass sie lüften muss.

Carlsen,

Arundhati Roy: Der Gott der kleinen Dinge

Die Zwillinge Rahel und Estah sind in einem kleinen Ort in Indien aufgewachsen.
Nach einer langen Trennung kehren beide zurück. Estha wurde als Kind zu seinem Vater geschickt und kehrt nun mit 30 Jahren zurück. Die Worte sind ihm ausgegangen, oder wohl eher tief in ihm vergraben. Kein Wort verlässt seine Lippen.
Auf die Nachricht ihrer Großtante, Baby Kochama, kehrt auch Rahel aus den USA zurück wo sie in einer Tankstelle gearbeitet hat.

Der Roman springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, erzählt uns, wie die Zwillinge aufgewachsen sind. Von der besonderen Bindung zwischen ihnen, die keine Worte braucht.
Und von einigen unglaublichen Verbrechen die die ganze Familie zerstört und zerissen haben. Und die totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt wurden. Er erzählt von Wut und Trauer, von Missgunst in einer Familie und der bedingungslosen Liebe zwischen zwei Zwillingen und ihrer Mutter, die sich über alle Klassenordnungen hinwegsetzt.

Ich habe eine wunderschöne Ausgabe, die mit Stoff engeschlagen ist. Das gibt der Ausgabe noch einen Pluspunkt, aber die Geschichte an sich ist es sowieso wert gelesen zu werden. Ein bisschen zum Nachdenken. Ein bisschen zum traurig, aber auch zum glücklich sein.

Roman, btb,

Tahar Ben Jelloun: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Korans

Als er von seinem Vater verlassen wird, bleibt der 11-jährige Moses einsam in der Pariser Wohnung zurück und wendet sich in seiner Hilflosigkeit an den arabischen Ladenbesitzer Monsieur Ibrahim. Tag für Tag wächst das Vertrauen zwischen den beiden und bald ist für Moses aus einem praktischen Ratgeber in allen Lebenslagen ein unersetzbarer Freund geworden.
Nicht nur Moses, sondern auch der Leser, profitiert von Monsieur Ibrahims Weisheiten, die von der Bedeutsamkeit der Toleranz, der Kunst des Glauben und des Hoffen, bis hin zu dem einfach begreifbaren und doch schwer zu befolgendem Geheimnis des Glücklichseins reichen.
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran von Eric-Emmanuel Schmitt ist ein gleichsam unterhaltsames und sehr, sehr weises Buch, das unglaublich viel Lust auf Leben macht.

David Levithan, Rachel Cohen: Nick & Nora - Soundtrack einer Nacht

Nick ist Gitarrist in einer Queercore-band aus Hoboken, Norah die Tochter eines reichen Musikbosses aus New York.
ER hängt immernoch an Tris, der unsäglichen Exfreundin, die sich der Musik komplett hingeben kann. Die Exfreundin, die auch Norah kennt, SIE muss noch einsehen, dass ihr On-Off Freund definitiv nichts für sie ist. Beide lieben die Musik und das New Yorker Nachtleben. Für 5 Minuten werden sie zum Paar, dann für eine ganze Nacht in der sie von Club zu Club ziehen und sich der Musik zusammen ganz hingeben können.

Susannah Clasen: Die Abenteuer der Grille Finn...

Die Grille Finn steckt in einer schwierigen Lage. Sein einst schöner Hinterhof rottet vor sich hin, die garstigen Elstern nerven und seine Grillenfreunde haben schon längst das Weite gesucht. Das würde er auch gern tun, aber er kann nicht, da er im Kampf mit einer Elster ein Bein verloren hat. Wie soll es bloß weitergehen?
Eines Tages taucht die fette alte Ratte Rémi in seinem Hof auf, und ab da dreht sich das Blatt.
Gemeinsam brechen sie auf, um für Finn ein neues Zuhause zu finden. Es beginnt ein abenteuerlicher Streifzug durch Ottensens Straßen.
Eine Geschichte über Freundschaft und Mut, liebevoll gestaltet mit einer Kollage aus Fotomotiven und Illustrationen, mit Stadtplänen und einer Lesezeichenlupe für Entdecker.
Die Geschichte gibt es auch als Hörspiel, mit zwei weiteren Folgen und dem herrlichen „Mut-Mach-Song“. Sehr empfehlenswert!

Kinderbuch, FINN Verlag,

Lennart Peters: Altona - eine Heimat

Wer in Altona zu Hause ist, der wird beim Lesen immer wieder schmunzeln und wiedererkennen. Vom Spritzenplatz zur Fabrik, vom Bahnhof bis zum Balkon. In jedem Text und Foto findet man etwas wieder. Es geht nicht so sehr um die Sehenswürdigkeiten des Stadtteils, sondern um die in ihm lebenden Menschen und die kleinen Dinge dieser Welt. Deswegen sind die Helden der Geschichten ganz nah an einem selber dran. Jeder könnte dein Freund, dein Nachbar oder Arbeitskollege sein. Und immer wieder denkst du, genau so ist es, und deswegen mag ich es hier so sehr.
Ein wirklich schönes Buch für alle die, die diesen Stadtteil lieben.

Stadtteilliteratur, Books on Demand,

Axel Brauns: Buntschatten und Fledermäuse

Manchmal verliebe ich mich auf den ersten Seiten in ein Buch, oft genügen ein paar Sätze. So ging es mir auch bei "Buntschatten und Fledermäuse". Beim Lesen trete ich Schritt für Schritt ein in eine fremde Welt, wie es der Untertitel von Axel Brauns Buch auch verspricht. Der Autor ist Autist und schildert das Heranwachsen in einem Hamburger Elbvorort aus seiner ganz eigenen Perspektive. Da heißt es für mich als Leserin erst mal Fremdwörter begreifen. Was ist "wischeln"? Wer ist "Haha"? Wie schmeckt wohl "Wolkenkrem"? Schnell liebe ich die eigen-willigen Umschreibungen. Bald muss ich nicht lange raten, dass zum Beispiel mit dem "Sprachdieb" das Tonbandgerät gemeint ist, mit dessen Hilfe Axel seine Aussprache verbessern soll. Auch seine eigene Sicht der Dinge und seine Verhaltensregeln werden mir mit jedem Kapitel vertrauter. Überhaupt spielt das Einhalten von REGELN eine wichtige Rolle im Leben von Axel. Sie sind für ihn die verlässlichen Ordnungshüter in einer Welt, deren Sinn sich ihm immer wieder entzieht. In der er sich aber dennoch behauptet, sogar verliebt. Und so endet das Buch mit dem Satz: "Wie heißt die Hauptstadt von Verliebtsein?" Tja, wenn ich das wüsste.

Roman, Goldmann,

David Benioff: Stadt der Diebe

Ein packender Roman. Das absolute Elend, Hunger, Kälte, Verwahrlosung im besetzten St.Petersburg sind der Hintergrund für eine zarte, durch die Umstände erzwungene Freundschaft zwischen Kolja, einem jungen intellektuellen Deserteur, und dem Ich-Erzähler, der wegen Plünderei ebenfalls zum Tode verurteilt ist. Wenn sie überleben wollen, müssen sie 12 Eier besorgen, damit ein Kuchen den Hochzeitstisch einer NKWD-Offizierstochter schmücken kann. Liebe und Zuneigung entwickeln sich vor dem Hintergrund des Grauens.- Ein hoffnungs-voller Roman.

Roman, Heyne,

Armistead Maupin: Stadtgeschichten

Diese Reihe mag einigen Älteren zwar schon bekannt sein (erschienen sind die Bücher in den Achtzigern), aber ich habe sie gerade erst entdeckt.

Durch den Schul- und den Weihnachtsgeschenke-besorgen-müssen-Stress kann ich im Moment einfach nichts sehr Anspruchsvolles lesen. Und da kommen diese Bücher genau richtig!

In den Episodenromanen dreht sich alles um eine Hausgemeinschaft in San Francisco: Mary Ann, ein Mauerblümchen vom Lande, Michael, ein verrückter Schwuler, um Brian, ein Mann, der nicht weiß was er will, und natürlich um Mrs. Madrigal, ihre bemutternde Vermieterin.

Die Bücher sind wirklich toll geschrieben, und man fühlt sich gar nicht so blöd beim Lesen! Vielleicht findet ihr sie ja im Bücherschrank eurer Eltern...

Episodenromane,

Janice Deaner: Als der Blues begann

Die Lamars könnten so glücklich sein. Vater Leo, ein Jazzpianist, bekommt den lang ersehnten Job, Mutter Lana ein Haus mit Garten, und die drei Kinder erobern sich nach dem Umzug aus Detroit das sommerlich romantische Dorf. Die perfekte Idylle. Doch eines Tages finden die Geschwister in einer Kiste auf dem Speicher Lanas alte Tagebücher ...

Und jetzt wird es spannend! Aus der Perspektive der 8jährigen Tochter wird erzählt, wie die Kinder dem Geheimnis der Mutter - und damit auch des Vaters - auf die Spur kommen. Wunderbar erzählt, aber auch harter Tobak. Man kann beim Lesen alles: lachen, nachdenken, weinen, schmunzeln, mitleiden, sich freuen - die ganze Bandbreite.

Es ist schon einige Jahre her, dass ich es gelesen habe, aber es war für mich das Buch des Jahres! Unbedingt zu empfehlen.

Roman,

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