Die 30-jährige Amerikanerin Claire Lombardo hat mit ihrem Debüt „Der größte Spaß, den wir je hatten" eine dicken und fesselnden Familienroman geschrieben, der im angelsächsischen Sprachraum bereits ein großer Erfolg ist und dem ich auch viele deutsche Leser*innen wünsche. Er wurde übersetzt von Sylvia Spatz.
David und Marilyn lernen sich in den 70er Jahren als Studenten kennen und schlittern durch eine frühe und ungeplante Schwangerschaft in ein Familienleben mit traditioneller Rollenverteilung. David wird ein erfolgreicher Arzt und Marilyn kümmert sich um die wachsende Familie mit all ihren täglichen Herausforderungen. Sie bekommen vier Töchter und wir begleiten die Familie über vier Jahrzehnte.
Das wird in raffinierten Zeitsprüngen erzählt und aus unterschiedlichen Perspektiven, so sorgt Lombardo auf den über 700 Seiten für Abwechslung.
„Der größte Spaß, den wir je hatten" ist nicht nur ein Familienroman, sondern auch ein Eheroman. David und Marilyn führen, trotz einiger Zerwürfnisse, eine Traumehe mit nicht nachlassender Leidenschaft. Sie leben ihren Töchtern ein Ideal vor, das diese selbst nie zu erreichen hoffen.
Als dann Jonah auftaucht, der verheimlichte und zur Adoption freigegebene Sohn der einen Tochter, wird das Familienleben gehörig durcheinanandergewirbelt und in Frage gestellt! Und wir sitzen in der ersten Reihe, so kam es mir vor, und fiebern mit, ob die Sorensens aus dem Chicagoer Vorort wohl auch dieser Herausforderung meistern.
Ein richtig gut erzählter Roman, der nachhallt und Lesefreude beschert!

Übersetzung: Aus dem amerikanischen Englisch von Sylvia Spatz
Roman
dtv, 25,00 €

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