Nuphar, eine junge, schüchterne Israelin, arbeitet den ganzen Sommer über in einer Eisdiele, während ihre Klassenkameraden die Ferien genießen. Die Geschichte beginnt an ihrem letzten Arbeitstag, an dem sie feststellt, dass die erhoffte Aufmerksamkeit, die sie an diesem Ort so gerne für sich erregt hätte, nicht eingetreten ist. Keiner hat sie als Persönlichkeit hinter ihrer Theke wahrgenommen, niemand hat sie attraktiv gefunden und wollte von ihr mehr, als nur ein Eis kaufen.

Da kommt Avischai Milner in den Laden gestürmt, ein bekannter Sänger, dessen Stern bereits verblasst ist. Auch seine Stimmung ist schlecht. Um seinem Frust Luft zu machen, schnauzt er Nuphar an und beleidigt heftig ihr Aussehen. Nachdem er ihr einen Zweihundert-Schekel Schein gibt, rennt Nuphar wie ein geköpftes Huhn in den Hinterhof. Der Sänger folgt ihr, da er sein Wechselgeld zurück haben will. Das hatte Nuphar aber vor ihrer Flucht noch auf die Theke gelegt. Als Sie im Hof ihren Verfolger bemerkt, schreit sie so lange, bis die Polizei eintrifft.

Jetzt steht der Vorwurf der versuchten Vergewaltigung im Raum und der Sänger kommt ins Gefängnis. Nuphar klärt die Wahrheit nicht auf. Die Lüge schenkt ihr endlich die Aufmerksamkeit, nach der sie sich gesehnt hat. Doch es gibt Zeugen und die Autorin beleuchtet die Lüge und ihre Folgen in vielen überraschenden Facetten.

So wie in dem großartigen Roman "Löwen wecken" fordert die Autorin den Leser innerlich wieder dazu auf, selber Stellung zu beziehen, was das Buch besonders macht.

Übersetzung: Helene Seidler
Roman
Kein + Aber, 24,00 €

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